MOUNTAIN VIEW / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein massiver Cyberangriff hat die Daten von über 2,5 Milliarden Gmail-Nutzern gefährdet. Die Hackergruppe ShinyHunters nutzte soziale Manipulation, um Zugriff auf eine Google-Datenbank zu erlangen. Obwohl keine Passwörter gestohlen wurden, sind die Auswirkungen auf die Sicherheit der Nutzer erheblich.

Ein kürzlich aufgedeckter Cyberangriff hat die Daten von mehr als 2,5 Milliarden Gmail-Nutzern gefährdet. Die Hackergruppe ShinyHunters, bekannt für ihre raffinierten Angriffe, hat eine Google-Datenbank kompromittiert, die über die Cloud-Plattform von Salesforce verwaltet wird. Sicherheitsexperten bezeichnen diesen Vorfall als einen der größten Datenlecks in der Geschichte von Google.
Der Angriff begann im Juni 2025 und nutzte soziale Manipulation, um einen Google-Mitarbeiter dazu zu bringen, eine bösartige Anwendung zu genehmigen. Diese Anwendung ermöglichte den Angreifern den Zugriff auf Kontaktdaten, Firmennamen und zugehörige Notizen. Google hat bestätigt, dass keine Benutzerpasswörter gestohlen wurden, jedoch wird die gestohlene Daten bereits missbraucht. Nutzer berichten von einem Anstieg an Phishing-E-Mails und gefälschten Anrufen, die Google-Mitarbeiter imitieren, um an Zugangsdaten zu gelangen.
Obwohl keine Passwörter direkt kompromittiert wurden, bieten die gestohlenen Informationen einen wertvollen Ausgangspunkt für Hacker. Durch die Imitation von Google-Vertretern können sie Opfer unter Druck setzen, Zugangsdaten oder sensible Dateien preiszugeben. Einige Angreifer versuchen auch, durch Brute-Force-Methoden Zugang zu Konten zu erhalten, indem sie schwache oder häufig verwendete Passwörter testen.
Um sich zu schützen, sollten Nutzer überprüfen, ob ihre Gmail-Daten im Dark Web kursieren, und ihre Kontosicherheit durch die Aktualisierung ihrer Passwörter und die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung stärken. Google empfiehlt zudem den Wechsel zu Passkeys, die Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung nutzen und gegen Phishing resistent sind. Ein Google-Sicherheitscheck kann zusätzliche Schutzmaßnahmen aufzeigen.
Google hat die betroffenen Nutzer am 8. August 2025 informiert, nachdem die Analyse des Vorfalls abgeschlossen war. Das Unternehmen betonte, dass die kompromittierten Daten größtenteils öffentlich zugängliche Geschäftsinformationen seien, doch Experten warnen, dass selbst grundlegende Details in gezielten Betrugsversuchen genutzt werden können.
Die Hackergruppe ShinyHunters, auch als UNC6040 bekannt, hat eine Geschichte von Angriffen auf Unternehmenssysteme zu Erpressungszwecken. Ihre Taktiken beinhalten oft die Imitation von IT-Support, um Mitarbeiter zu täuschen und bösartige Salesforce-Anwendungen zu genehmigen. In einigen Fällen wird die gestohlene Information nicht sofort monetarisiert, sondern Monate später von einer verwandten Gruppe namens UNC6240 zur Erpressung genutzt.


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