MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Google hat kürzlich eine umstrittene Änderung in seinem Chrome-Browser eingeführt, die die Art und Weise, wie Nutzer im Internet verfolgt werden, grundlegend verändert.

Google hat mit einer neuen Änderung in seinem Chrome-Browser für Aufsehen gesorgt, die die Art und Weise, wie Nutzer im Internet verfolgt werden, grundlegend verändert. Während die Abschaffung von Tracking-Cookies als ein Schritt in Richtung besserer Privatsphäre gefeiert wird, sorgt die Einführung von digitalem Fingerprinting für Besorgnis. Diese Technologie, die Google 2019 als “falsch” bezeichnete, ist nun zurück und ermöglicht es, Nutzer über verschiedene Geräte hinweg zu verfolgen.
Das digitale Fingerprinting sammelt Informationen über die Software oder Hardware eines Geräts, um es eindeutig zu identifizieren. Diese Methode wurde von Datenschützern als “eklatante Missachtung der Privatsphäre” kritisiert. Martin Thomson von Mozilla warnte, dass Google und die von ihm dominierte Werbeindustrie sich selbst die Erlaubnis gegeben haben, eine Form der Verfolgung zu nutzen, die nur schwer zu stoppen ist.
Google argumentiert, dass die Rückkehr des Fingerprintings auf die veränderte Gerätewelt zurückzuführen ist, in der Smart-Geräte eine breitere Plattform für Werbung bieten. Das Unternehmen betont, dass “datenschutzfreundliche Technologien” neue Wege bieten, um aufstrebende Plattformen zu unterstützen, ohne die Privatsphäre der Nutzer zu gefährden. Dennoch bleibt unklar, wie Regulierungsbehörden auf diese Entwicklung reagieren werden.
Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat bereits gewarnt, dass die Nutzung von Fingerprinting für Werbezwecke die Zustimmung der Nutzer erfordert, die genauso einfach ablehnen können müssen wie sie zustimmen. Google versichert, dass Nutzer weiterhin die Wahl haben, personalisierte Werbung zu erhalten, und dass das Unternehmen mit der Branche zusammenarbeiten wird, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten zu fördern.
Die Ironie der Situation liegt in der gleichzeitigen Abschaffung von Tracking-Cookies und der Einführung von Fingerprinting. Während die Werbeindustrie weiterhin auf Nutzerdaten angewiesen ist, bleibt abzuwarten, ob Google eine Opt-out-Möglichkeit für Fingerprinting einführen wird. Bis dahin bleibt den Nutzern nur die Hoffnung auf regulatorische Maßnahmen, um ihre Privatsphäre zu schützen.


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