TOKIO / LONDON (IT BOLTWISE) – Die japanische Industrieproduktion ist im Juli stärker gesunken als erwartet, was auf die anhaltenden Auswirkungen der US-Zölle zurückzuführen ist. Trotz eines neuen Handelsabkommens mit den USA spüren japanische Unternehmen weiterhin die Belastungen durch die reziproken Zölle. Die Prognosen für die kommenden Monate sind gemischt, wobei ein Anstieg im August und ein Rückgang im September erwartet wird.

Die japanische Industrieproduktion hat im Juli einen unerwartet starken Rückgang verzeichnet, was die Herausforderungen unterstreicht, mit denen das Land angesichts der US-Zölle konfrontiert ist. Die Produktion sank um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während Ökonomen nur einen Rückgang von 1,3 Prozent erwartet hatten. Diese Entwicklung kommt trotz eines kürzlich abgeschlossenen Handelsabkommens zwischen Japan und den USA, das jedoch die bestehenden reziproken Zölle von 15 Prozent nicht vollständig abmildern konnte.
Die japanische Regierung und Unternehmen stehen vor der schwierigen Aufgabe, die Auswirkungen dieser Zölle zu bewältigen, während sie gleichzeitig versuchen, die Produktion zu steigern. Für den August wird ein Anstieg der Industrieproduktion um 2,8 Prozent prognostiziert, gefolgt von einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent im September. Diese gemischten Aussichten spiegeln die Unsicherheiten wider, die durch die Handelsbeziehungen mit den USA entstehen.
In der Zwischenzeit zeigt sich der japanische Aktienmarkt von den schwachen Wirtschaftsdaten belastet. Besonders die Kernrate der Verbraucherpreise in Tokio, die um 0,4 Prozent zum Vormonat gestiegen ist, und die Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent werfen Fragen zur wirtschaftlichen Stabilität auf. Der Einzelhandelsumsatz, der im Juli nur um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegte, verstärkt die Sorgen über die Konsumnachfrage.
Die Auswirkungen der US-Zölle sind auch in anderen asiatischen Märkten spürbar, wobei die Börsen in Asien und Australien uneinheitlich reagieren. In Tokio sticht die Werbeagentur Dentsu mit einem Kursplus von 6,4 Prozent hervor, während der Maschinenbauer Kawasaki Heavy Industries und Hino Motors Verluste verzeichnen. In China richtet sich die Aufmerksamkeit auf Alibaba, dessen Zahlen als Indikator für die wirtschaftliche Lage und das Verbrauchervertrauen in China gelten.

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