SCHWEINFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Automobilzulieferer ZF steht vor einer massiven Umstrukturierung am Standort Schweinfurt. Bis zu 4.000 Arbeitsplätze könnten wegfallen, was fast die Hälfte der Belegschaft betrifft. Besonders betroffen ist die Division für Elektromobilität, die unter dem wirtschaftlichen Druck des Unternehmens leidet.

Der Automobilzulieferer ZF steht vor einer bedeutenden Herausforderung: Am Standort Schweinfurt könnten bis zu 4.000 der insgesamt 8.600 Arbeitsplätze wegfallen. Diese drastischen Maßnahmen betreffen vor allem die Division für Elektromobilität, in der derzeit rund 5.900 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zwingt zu diesen Einschnitten, da der Konzern mit einem Schuldenstand in Milliardenhöhe kämpft.
Holger Klein, der Vorstandsvorsitzende von ZF, betonte die Notwendigkeit, alle Werke profitabel zu führen, um weitere Arbeitsplatzverluste zu vermeiden. Der Betriebsrat und die IG Metall sind derzeit in intensiven Verhandlungen mit der Unternehmensleitung, um die Zukunft des Standorts zu sichern. Verschiedene Szenarien werden diskutiert, von einem Abbau einiger hundert bis hin zu mehreren tausend Stellen.
Die Gewerkschaft fordert, dass Forschung und Entwicklung am Standort Schweinfurt erhalten bleiben. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Kostenreduktion, wie Arbeitszeitabsenkungen, und strategische Weichenstellungen, wie die Fortführung eigener Fertigung, in den Gesprächen thematisiert. Die Verhandlungen sollen bis Ende September abgeschlossen sein, um Klarheit für die Belegschaft zu schaffen.
Die Situation bei ZF ist ein Spiegelbild der Herausforderungen, mit denen die gesamte Automobilbranche konfrontiert ist. Der Wandel hin zur Elektromobilität und die damit verbundenen Investitionen belasten die Unternehmen finanziell. In Bayern betreibt ZF weitere Werke, die ebenfalls von Stellenkürzungen betroffen sein könnten. Bundesweit haben Beschäftigte bereits im vergangenen Jahr mit Protestaktionen auf die geplanten Einsparungen reagiert.

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