MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der tschechische Finanzinvestor PPF hat beschlossen, seinen Anteil an ProSiebenSat.1 an die Berlusconi-Gesellschaft Media for Europe (MFE) zu verkaufen. Mit diesem Schritt sichert sich MFE die Mehrheit an dem deutschen Medienkonzern. Die Aktien von ProSiebenSat.1 erreichten daraufhin ein Zweijahreshoch, was auf das Vertrauen der Anleger in die strategische Neuausrichtung hinweist.

Die Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Media for Europe (MFE) markiert einen bedeutenden Schritt in der europäischen Medienlandschaft. Der tschechische Finanzinvestor PPF hat angekündigt, seinen Anteil von 15,7 Prozent an MFE zu verkaufen, was MFE eine Mehrheit von fast 60 Prozent an dem deutschen Medienkonzern verschafft. Diese Entwicklung folgt auf eine bereits bestehende Beteiligung von 43,6 Prozent, die MFE nach Ablauf der ersten Angebotsfrist gemeldet hatte.
PPF hatte zuvor ebenfalls eine Übernahmeofferte für die Aktionäre von ProSiebenSat.1 gemacht, diese jedoch im Gegensatz zu MFE nicht erhöht. Mit dem Verkauf seiner Anteile beendet PPF sein eigenes Übernahmevorhaben und wickelt seine verbliebenen Finanzinstrumente ab. Die Berlusconi-Gesellschaft, die von den Kindern des 2023 verstorbenen Silvio Berlusconi geführt wird, verfolgt das Ziel, eine europäische Sendergruppe aufzubauen.
Die kartellrechtlichen Hürden für die Übernahme wurden bereits 2023 von der Europäischen Kommission und 2024 von der Bundeswettbewerbsbehörde geprüft und als unproblematisch eingestuft. Bereits damals hatten die Berlusconis die 25-Prozent-Grenze überschritten, was die jetzige Mehrheitsübernahme erleichterte. Die Aktien von ProSiebenSat.1 reagierten positiv auf die Nachricht und erreichten ein Zweijahreshoch, was das Vertrauen der Anleger in die strategische Neuausrichtung widerspiegelt.
Analysten sehen in der Übernahme durch MFE operative Vorteile für den italienischen Medienkonzern, was sich auch in den Kursgewinnen von MFE in Mailand widerspiegelt. Die Aktien legten um sechs Prozent zu, was die positive Marktreaktion auf die Übernahme unterstreicht. Ein Händler bemerkte, dass der Deal keine Überraschung sei, da spätestens nach der Erhöhung des Kaufangebots durch MFE Ende Juli mit dem Verkauf der PPF-Anteile gerechnet wurde.

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