RÜSSELSHEIM / LONDON (IT BOLTWISE) – Opel, einst ein Symbol deutscher Ingenieurskunst, steht heute vor großen Herausforderungen. Die Traditionsmarke kämpft mit sinkenden Marktanteilen und einer schwindenden Händlerbasis. Während Stellantis auf Synergien setzt, droht Opel in der hart umkämpften Automobilbranche an Bedeutung zu verlieren.

Opel, eine der bekanntesten deutschen Automarken, befindet sich in einer tiefen Krise. Einst ein Rivale von Volkswagen, hat Opel in den letzten Jahren erheblich an Boden verloren. Der Marktanteil in Europa ist auf drei Prozent gesunken, und die Marke rangiert nun hinter einstigen Billigmarken wie Dacia. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob Opel in der Lage ist, sich in der wettbewerbsintensiven Automobilbranche zu behaupten.
Die Produktionszahlen sind ein weiteres Indiz für die Schwierigkeiten, mit denen Opel konfrontiert ist. Die Werke in Rüsselsheim und Eisenach produzieren zusammen nur noch rund 180.000 Fahrzeuge pro Jahr, weit entfernt von den glorreichen Zeiten der Neunzigerjahre. Die Entscheidung von Stellantis, die Entwicklung eigener Technologien bei Opel einzuschränken, hat die Situation weiter verschärft. Besonders schmerzhaft war der Verlust der Brennstoffzellenforschung, die einst als zukunftsweisend galt.
Auch die Händlerbasis von Opel erodiert zusehends. Von einst 1.000 Autohäusern in Deutschland sind heute nur noch etwa 600 übrig. Viele Händler erwägen, ihre Standorte aus wirtschaftlichen Gründen zu schließen. Die Zusammenarbeit mit dem Hersteller wird von den Händlern zunehmend kritisch gesehen, was sich in schlechten Bewertungen im Markenmonitor des Instituts für Automobilwirtschaft widerspiegelt.
Die Zukunft von Opel ist ungewiss. Während Stellantis auf Kostensenkung und Synergien setzt, bleibt unklar, ob dies ausreicht, um die Marke langfristig zu stabilisieren. Experten warnen, dass ohne signifikante Investitionen in neue Modelle und Technologien die Eigenständigkeit von Opel gefährdet ist. Die Stadt Rüsselsheim, einst ein Zentrum der Automobilproduktion, spürt die Auswirkungen der Krise ebenfalls deutlich. Die Zahl der Opel-Mitarbeiter ist drastisch gesunken, und die Stadt kämpft mit einem erheblichen Haushaltsdefizit.

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