BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Deutsche Stiftung Patientenschutz schlägt Alarm: Die geplante Krankenhausreform könnte die Versorgung von Millionen Schmerzpatienten gefährden. Mit der Einführung neuer Leistungsgruppen droht die Schmerzmedizin zu einem Anhängsel anderer Fachbereiche zu werden. Experten fordern nun von der Politik, die Qualität der Versorgung sicherzustellen.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat kürzlich ihre Besorgnis über die Auswirkungen der geplanten Krankenhausreform auf die Schmerztherapie geäußert. Laut Eugen Brysch, dem Vorstand der Stiftung, könnten die neuen Regelungen die Versorgung von rund 23 Millionen Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, erheblich verschlechtern. Die Schmerzmedizin, die bisher ein eigenständiger Bestandteil des Klinikbudgets war, droht durch die Einführung von “Leistungsgruppen” in den Krankenhäusern zu einem untergeordneten Bereich zu werden.
Diese Reform, die von der Ampel-Koalition durchgesetzt wurde, sieht vor, dass die Finanzierung durch die Krankenkassen auf Basis neuer Leistungsgruppen erfolgt. Diese sollen Behandlungen genauer beschreiben und einheitliche Qualitätsvorgaben bei Personal und Behandlungserfahrung sicherstellen. Doch Brysch warnt, dass Schmerzpatienten dadurch zu Bittstellern anderer Fachbereiche wie der Inneren Medizin oder der Chirurgie werden könnten. Dies sei besonders problematisch, da viele Patienten an mehreren Krankheiten leiden und eine spezialisierte Schmerztherapie benötigen.
Die Reform, die Anfang 2025 in Kraft treten soll und bis 2029 schrittweise umgesetzt wird, könnte das Netz der bundesweit 1.700 Kliniken verkleinern. Der Patientenschützer fordert daher von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, eine finanziell auskömmliche Versorgung sicherzustellen. Dies könnte durch Sonderzuschläge oder die Schaffung einer eigenständigen Leistungsgruppe für die Schmerzmedizin erreicht werden. Wichtig sei, dass die Qualität und die Standards der Versorgung einheitlich bleiben.
Während die Reform darauf abzielt, die Effizienz und Qualität der Krankenhausversorgung zu verbessern, gibt es Bedenken, dass spezialisierte Bereiche wie die Schmerztherapie vernachlässigt werden könnten. Experten betonen, dass eine umfassende und spezialisierte Versorgung für chronisch Kranke unerlässlich ist, um deren Lebensqualität zu verbessern. Die Diskussion um die Reform zeigt, wie wichtig es ist, bei der Neugestaltung des Gesundheitssystems die Bedürfnisse aller Patienten im Blick zu behalten.

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