STANFORD / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie von Stanford Medicine zeigt, dass bei jungen Kindern mit ADHS häufig zu schnell Medikamente verschrieben werden. Die Untersuchung, die fast 10.000 Kinder im Vorschulalter umfasst, hebt hervor, dass oft auf Verhaltensinterventionen verzichtet wird, obwohl diese als erste Maßnahme empfohlen werden.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Stanford Medicine hat aufgedeckt, dass bei der Diagnose von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei jungen Kindern häufig zu schnell zu Medikamenten gegriffen wird. Die Untersuchung, die in JAMA Network Open veröffentlicht wurde, analysierte die Gesundheitsdaten von fast 10.000 Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren, die zwischen 2016 und 2023 mit ADHS diagnostiziert wurden.
ADHS ist eine Störung, die durch Schwierigkeiten bei der Aufmerksamkeit und Hyperaktivität gekennzeichnet ist. Jamie Howard, eine klinische Psychologin am Child Mind Institute, erklärt, dass bei der Behandlung von ADHS bei jungen Kindern zunächst Verhaltensinterventionen empfohlen werden. Diese Ansätze sind in der Regel mit geringem Risiko verbunden und können helfen, die Symptome zu lindern, bevor Medikamente in Betracht gezogen werden.
Die Studie ergab, dass etwa 68% der Kinder, die mit ADHS diagnostiziert wurden, vor dem siebten Lebensjahr Medikamente erhielten, meist Stimulanzien wie Ritalin. Besonders auffällig ist, dass bei 42% der Kinder die Verschreibung innerhalb von 30 Tagen nach der Diagnose erfolgte. Dr. Yair Bannett, der leitende Autor der Studie, betont, dass die Nebenwirkungen der Medikamente, wie Reizbarkeit und emotionale Probleme, oft die Vorteile überwiegen können.
Die Forscher fordern weitere Untersuchungen, um die Angemessenheit der frühen Medikamentenbehandlung zu bewerten. Interessanterweise waren etwa 76% der diagnostizierten Kinder Jungen. Jamie Howard betont, dass es wichtig ist, Kindern die Möglichkeit zu geben, zunächst andere Strategien auszuprobieren, bevor Medikamente eingesetzt werden. Diese könnten für viele Kinder sehr hilfreich sein, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.

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