LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Sicherheitslücke ermöglicht es Hackern, Microsoft Defender auf Windows-Systemen zu deaktivieren. Diese Schwachstelle wird von der Akira-Ransomware-Gruppe ausgenutzt, die legitime Intel-Treiber verwendet, um die Sicherheitssoftware zu umgehen. Experten warnen vor den weitreichenden Folgen dieser Angriffe.

In der Welt der Cybersicherheit hat sich eine neue Bedrohung herauskristallisiert, die die Sicherheitsmechanismen von Windows-Systemen ins Visier nimmt. Die Akira-Ransomware-Gruppe hat eine Methode entwickelt, um Microsoft Defender, die integrierte Sicherheitslösung von Windows, zu deaktivieren. Dies geschieht durch die Ausnutzung eines legitimen Intel-CPU-Treibers, der ursprünglich für die Leistungsoptimierung gedacht ist. Diese Technik, bekannt als ‘Bring Your Own Vulnerable Driver’ (BYOVD), erlaubt es Angreifern, tief in das System einzudringen, ohne dass herkömmliche Sicherheitsmechanismen Alarm schlagen.
Der Angriff nutzt den Treiber rwdrv.sys, der von dem Tool ThrottleStop stammt, um Kernel-Zugriff auf das Windows-System zu erlangen. Anschließend wird ein zweiter, bösartiger Treiber installiert, der die Deaktivierung von Microsoft Defender durch eine Änderung der Registrierungseinstellungen bewirkt. Diese Methode ist besonders heimtückisch, da sie keine offensichtlichen Schwachstellen im Softwarecode ausnutzt, sondern die Art und Weise, wie Windows mit Treibern umgeht, missbraucht.
Die Auswirkungen dieser Sicherheitslücke sind erheblich. Die Akira-Gruppe hat nicht nur Microsoft Defender im Visier, sondern auch SonicWall-VPN-Geräte, die ebenfalls anfällig für Angriffe sind. SonicWall hat bereits Maßnahmen empfohlen, um die Angriffsfläche zu reduzieren, darunter die Einschränkung des VPN-Zugriffs und die Aktivierung von Multi-Faktor-Authentifizierung. Diese Angriffe sind Teil einer größeren Strategie, bei der Daten gestohlen, versteckte Zugänge eingerichtet und Ransomware eingesetzt wird, um Dateien zu verschlüsseln.
Um sich gegen solche Bedrohungen zu schützen, empfehlen Sicherheitsexperten die Verwendung starker Antiviren-Software, das regelmäßige Aktualisieren von Software und Betriebssystemen sowie die Implementierung von Zwei-Faktor-Authentifizierung. Darüber hinaus sollten Nutzer vorsichtig mit unbekannten Links und Anhängen umgehen und nur Software aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen. Diese Maßnahmen können helfen, die Risiken zu minimieren und die Sicherheit der Systeme zu gewährleisten.


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