BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Prognosen des Analysehauses ICIS deuten darauf hin, dass der durchschnittliche Strompreis in Deutschland bis 2033 weiter sinken könnte. Hintergrund ist vor allem ein erwarteter globaler Überhang bei Erdgas, der die Kosten der Gaskraftwerke dämpfen würde. Gleichzeitig steigt die Stromnachfrage durch Rechenzentren, Wärmepumpen und Elektroautos stark an, und der Netzausbau bleibt ein Kostentreiber. Für Verbraucher und Industrie entscheidet daher nicht nur der Börsenpreis, sondern auch wie hoch die strukturellen Systemkosten ausfallen.

Sinkende Strompreise in Sicht – aber Netzkosten und Nachfragebremsen bleiben
Sinkende Strompreise in Sicht – aber Netzkosten und Nachfragebremsen bleiben (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Hohe Energiepreise haben in Deutschland die Debatte über Wettbewerbsfähigkeit dominiert, aber in den kommenden Jahren zeichnet sich nach einem Modellblick aus der Energiewirtschaft eine deutlich weniger angespannte Preisdynamik ab. Das Analysehaus ICIS geht im Basisszenario davon aus, dass der durchschnittliche Jahresstrompreis bis 2033 von aktuell 99 Euro pro MWh auf 63 Euro fällt. Für viele Unternehmen wäre das eine spürbare Entlastung, zumal Strom in energieintensiven Prozessen direkt auf Kostenrechnungen durchschlägt. Gleichzeitig bleibt der Blick auf die Stromrechnung verkürzt, wenn man nur den Großhandelspreis an der Börse betrachtet; denn parallel steigen Netzentgelte und damit ein großer Teil der Endkundenkosten.

Die Erwartung sinkender Börsenpreise ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern folgt einer klaren Kette: Gaspreise treiben die Erzeugungskosten von Gaskraftwerken, und diese Kosten wirken wiederum in den Strompreis hinein. Laut ICIS wird der entscheidende Hebel in den globalen Gasmärkten gesehen, insbesondere in einer geplanten Welle neuer LNG-Export-Kapazitäten, die laut Modellannahmen den Effekt der jüngsten Krisen überkompensieren kann. Diese Logik erklärt auch, warum das aktuelle Hoch nicht zwangsläufig dauerhaft fortgeschrieben wird: Seit Ausbruch des Irankriegs seien die Stromkosten für eine Megawattstunde um mehr als 80 Prozent gestiegen. Im vierten Quartal 2026 kostet Strom demnach mehr als 170 Euro pro MWh, während das Jahr 2022 als Höhepunkt der Energiekrise durchschnittlich 235 Euro pro MWh verzeichnete.

Technisch und marktseitig wird die Gegenkraft jedoch schon sichtbar: Die Stromnachfrage wächst in mehreren Schritten gleichzeitig und erhöht damit den Druck auf das System, insbesondere auf Netze und Regelbarkeit. In der Debatte um Engpässe spielt nicht nur die absolute Menge eine Rolle, sondern auch der zeitliche Verlauf. Der Chef von Deutschlands größtem Energiekonzern RWE, Markus Krebber, warnte in einem Interview sinngemäß vor Verteilungskämpfen, falls das Stromangebot nicht schnell genug erweitert wird: „Wenn wir hier nicht das Stromangebot erhöhen, gibt es in fünf Jahren Verteilungskämpfe um Strom“. Gleichzeitig betont ICIS-Analyst Sebastian Braun, dass der Strombedarf in Deutschland durch Wämepumpen, Elektroautos und Rechenzentren stark getrieben wird. Prognosen von ICIS sehen dabei in den nächsten zehn Jahren ein Wachstum von bis zu 90 Prozent bei der Nachfrage durch Rechenzentren, 270 Prozent durch Wärmepumpen und 390 Prozent durch Elektroautos.

Damit stellt sich die eigentliche Frage für die nächsten Jahre anders: Selbst wenn der reine Großhandelspreis fällt, können die Gesamtkosten steigen, weil systemische Umbau- und Absicherungskosten Zeit brauchen. Der Netzausbau ist hierfür ein zentraler Posten. Alexander Weiss, Senior Partner und Energieexperte beim Beratungsunternehmen McKinsey, formulierte den Kern auf den Punkt: „Über 80 Prozent der deutschen Netzinvestitionen werden durch den Anschluss neuer Erneuerbarer ausgelöst“. In der Praxis bedeutet das, dass mehr Erzeugung aus Wind und Solar zwar tendenziell günstigere Preissignale liefert, aber zugleich mehr Infrastruktur benötigt. Diese Netzinvestitionen werden über Netzentgelte auf alle Stromverbraucherinnen und Stromverbraucher umgelegt; und genau diese Entgelte seien in den vergangenen Jahren gestiegen, mit der Tendenz, dass sie auch künftig hoch bleiben dürften.

Auch Fördermechanismen und staatliche Zuschüsse verschieben die Kostenlast zwischen Steuerzahlern und Stromkunden. Für 2026 zahlt der Bund laut dem Text allein 6,5 Milliarden Euro als Zuschuss, um die Entgelte für die Stromübertragungsnetze zu dämpfen. Dazu kommen Milliarden, die sich in der Energiewende über den Bundeshaushalt bewegen: Die Förderung erneuerbarer Energien wird seit 2023 komplett aus dem Bundeshaushalt bestritten; für 2025 werden Kosten von 16,5 Milliarden Euro genannt. Gleichzeitig sind Entlastungsregeln für die Industrie wie Industriestrompreis und Strompreiskompensation befristet, sodass die langfristige Kostenentwicklung politisch und haushalterisch offen bleibt. Dazu passen Hinweise auf mögliche Kürzungen bei Zuschüssen, etwa bei den sogenannten Übertragungsnetzentgelten, sowie neue Zusatzkosten durch die Förderung von Back-up-Kapazitäten in Form von Gaskraftwerken, die über eine neue Umlage finanziert werden sollen.

Ein weiterer Aspekt, der im Alltag oft unterschätzt wird, ist die Rolle von Flexibilität und Lastmanagement, weil sie direkt mit dem Preisgeschehen verknüpft ist. Der politische Fokus liegt in diesem Bereich noch nicht dort, wo er wirtschaftlich wirken könnte. Benjamin Merle-Oberheide, Produktchef bei dem Energieunternehmen Enpal, brachte die Grundidee in einem Satz auf den Punkt: „Die Netzkosten explodieren, und das ist ein Zeichen dafür, dass wir immer noch viel zu sehr in der alten Energiewelt stecken“. Intelligente Flexibilität bedeutet konkret: Erzeugung und Verbrauch werden so gesteuert, dass günstige Stunden genutzt und Preisspitzen vermieden werden. Merle-Oberheide erklärt dazu ein einfaches Beispiel aus Haushalten mit Speichern und nennt die Logik der zeitlichen Verschiebung: Wenn ein Speicher mit zehn Kilowatt Leistung pro Tag nur einmal geladen werden muss, kann das in den günstigsten 20 Prozent der Stunden passieren. Für Unternehmen gilt ein analoges Prinzip: Wer seinen Verbrauch an günstige Tarife koppelt statt durchzuproduzieren, senkt nicht nur Kosten, sondern entlastet zudem das Netz.

Für die Branchenplanung ist deshalb entscheidend, dass ICIS-Szenarien zwar einen Preistrend nach unten skizzieren, aber nicht jedes Risiko ausblenden. Das Modell unterscheidet Hoch-, Basis- und Niedrigpreisszenario, wobei im Hochpreisszenario sehr stark steigende Stromnachfrage und ein hoher CO2-Preis dominieren; im Niedrigpreisszenario verläuft Elektrifizierung deutlich langsamer. Im Basisszenario kann der Durchschnittspreis bis 2033 sinken, doch die strukturellen Bedingungen drehen sich später: Das Modell erwartet, dass das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage ab Mitte der 2030er-Jahre kippt, wenn Datenzentren, Wärmepumpen und Elektromobilität deutlicher skalieren. Zudem spielen grenzüberschreitende Faktoren hinein, etwa der geplante Rückbau französischer Atomkapazitäten: Der Text nennt als Grund, dass viele Anlagen Mitte der 2040er-Jahre das Lebenszeitende erreichen und abgeschaltet werden müssen. Unterm Strich lautet die Botschaft für Entscheidungsträger daher nicht „Börse allein“, sondern „Systemkosten managen“ – inklusive Netzinvestitionen, Flexibilitätsstrategie und Beschaffungsplanung über die Preisschwankungen hinweg.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Sinkende Strompreise in Sicht – aber Netzkosten und Nachfragebremsen bleiben - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Sinkende Strompreise in Sicht – aber Netzkosten und Nachfragebremsen bleiben".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Co2-preis Elektroautos Energie Erneuerbare Flexibilitaet Gas Gaskraftwerk KI Künstliche Intelligenz LNG Netzausbau Netzentgelte Rechenzentren Speicher Stromnachfrage Strompreise Waermepumpen
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

US-„AI Force“: Trump kündigt KI-Einheit für das Militär an


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Sinkende Strompreise in Sicht – aber Netzkosten und Nachfragebremsen bleiben" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Sinkende Strompreise in Sicht – aber Netzkosten und Nachfragebremsen bleiben" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Sinkende Strompreise in Sicht – aber Netzkosten und Nachfragebremsen bleiben« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    590 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs