LONDON (IT BOLTWISE) – Tausende von Asus-Routern sind derzeit das Ziel einer raffinierten Cyberattacke, die von einem möglicherweise staatlich unterstützten Akteur ausgeführt wird. Diese Angriffe nutzen Schwachstellen aus, um dauerhafte Hintertüren in die Geräte einzubauen, die selbst nach Neustarts und Firmware-Updates bestehen bleiben.

Die jüngsten Berichte über Cyberangriffe auf Asus-Router werfen ein beunruhigendes Licht auf die Sicherheitslage in vielen Haushalten und kleinen Büros weltweit. Forscher haben herausgefunden, dass eine bisher unbekannte Bedrohungsgruppe Schwachstellen in diesen Routern ausnutzt, um eine dauerhafte Hintertür zu installieren. Diese Hintertür ermöglicht es Angreifern, die volle administrative Kontrolle über die Geräte zu erlangen und bleibt selbst nach Neustarts und Firmware-Updates bestehen.
Die Angreifer nutzen dabei sowohl bekannte als auch bisher nicht dokumentierte Schwachstellen aus, um sich Zugang zu verschaffen. Eine dieser Schwachstellen, die als CVE-2023-39780 bekannt ist, ermöglicht die Ausführung von Systembefehlen und wurde von Asus in einem kürzlichen Firmware-Update behoben. Dennoch bleibt die Gefahr bestehen, da nicht alle Schwachstellen offiziell erfasst und gepatcht wurden.
Die Sicherheitsfirma GreyNoise hat etwa 9.000 betroffene Geräte weltweit identifiziert und vermutet, dass diese Zahl weiter steigen könnte. Interessanterweise gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass die kompromittierten Geräte für schädliche Aktivitäten genutzt wurden. Vielmehr scheint es, als ob der Angreifer eine große Anzahl von Geräten für zukünftige Zwecke kompromittiert.
Die Entdeckung dieser Kampagne erfolgte bereits im März, doch die Forscher hielten die Informationen zurück, um zunächst Regierungsbehörden zu informieren. Dies deutet darauf hin, dass der Angreifer möglicherweise Verbindungen zu einem Nationalstaat hat. Die Sicherheitsfirma Sekoia berichtete ebenfalls über diese Aktivitäten und nannte den unbekannten Angreifer ViciousTrap.
Um festzustellen, ob ein Router betroffen ist, sollten Nutzer die SSH-Einstellungen im Konfigurationspanel überprüfen. Infizierte Geräte zeigen, dass sie über SSH auf Port 53282 mit einem digitalen Zertifikat mit einem verkürzten Schlüssel erreichbar sind. Um die Hintertür zu entfernen, sollten betroffene Nutzer den Schlüssel und die Porteinstellungen löschen.
Diese Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit, Router regelmäßig zu aktualisieren und Sicherheitsupdates zeitnah zu installieren. Nutzer sollten zudem die Systemprotokolle auf verdächtige Zugriffe überprüfen, insbesondere von den IP-Adressen 101.99.91[.]151, 101.99.94[.]173, 79.141.163[.]179 oder 111.90.146[.]237.

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