MADRID / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie legt nahe, dass der Shingles-Impfstoff nicht nur vor der schmerzhaften Hautinfektion schützt, sondern auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken könnte. Diese Erkenntnisse wurden auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Madrid vorgestellt.

Der Shingles-Impfstoff, der ursprünglich entwickelt wurde, um vor der schmerzhaften Hautinfektion zu schützen, könnte auch positive Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben. Eine aktuelle Studie, die auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Madrid präsentiert wurde, deutet darauf hin, dass die Impfung das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken könnte. Dr. Charles Williams, globaler Associate Medical Director für globale medizinische Angelegenheiten bei GSK, erklärte, dass die Analyse der verfügbaren Daten einen Zusammenhang zwischen der Impfung gegen Herpes Zoster und einem geringeren Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse zeigt.
Shingles, auch bekannt als Gürtelrose, wird durch die Reaktivierung des Varicella-Zoster-Virus verursacht, das auch für Windpocken verantwortlich ist. Nach einer Windpockeninfektion verbleibt das Virus oft jahrzehntelang im Nervensystem, bevor es durch ein geschwächtes Immunsystem reaktiviert wird und Shingles verursacht. Etwa jeder dritte Mensch, der Windpocken hatte, kann im Laufe seines Lebens an Shingles erkranken, es sei denn, er wird geimpft. Die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention empfehlen die Impfung für Personen ab 50 Jahren sowie für Personen ab 19 Jahren mit Immunschwäche.
Die Studie, die Daten aus neun früheren Untersuchungen zusammenfasste, zeigte, dass die Impfung das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder andere herzbezogene Gesundheitsprobleme bei Erwachsenen ab 18 Jahren um 18 % senkte. Bei Erwachsenen ab 50 Jahren wurde das Risiko um 16 % reduziert. Forscher haben festgestellt, dass Shingles-Ausbrüche das Risiko für Herzinfarkte erhöhen können, da das Virus große und kleine Blutgefäße im Kopf befallen kann, was das Schlaganfallrisiko erhöht.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass acht der untersuchten Studien Beobachtungsstudien waren, was bedeutet, dass die Daten keine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen der Impfung und einem geringeren Risiko für Herzprobleme herstellen können. Dr. Williams betonte die Notwendigkeit weiterer Forschung, um diese Ergebnisse zu bestätigen. GSK, der Hersteller des Shingles-Impfstoffs Shingrix, unterstützt diese Forschung. Die auf medizinischen Tagungen präsentierten Ergebnisse sollten als vorläufig betrachtet werden, bis sie in einer Fachzeitschrift veröffentlicht werden.

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