FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Entwicklungen in der US-Zollpolitik werfen erhebliche Fragen zur Stabilität der globalen Wirtschaft auf. Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat in einer aktuellen Stellungnahme die potenziellen Risiken dieser Politik hervorgehoben, die zu einem weltweiten Angebotsschock führen könnten.

Die US-Zollpolitik unter der neuen Regierung hat weltweit Besorgnis ausgelöst. Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, warnt vor den weitreichenden Folgen, die diese Politik auf die globale Wirtschaft haben könnte. Insbesondere die Einführung von Handelsbarrieren könnte zu einem Angebotsschock führen, der das Wirtschaftswachstum weltweit beeinträchtigen würde.
Die EZB verfolgt derzeit eine Niedrigzinsstrategie, um die schwächelnde Konjunktur in der Eurozone zu stützen. Diese Strategie steht jedoch vor Herausforderungen, da Handelskonflikte, insbesondere mit China, ungelöst bleiben. Die Unsicherheit, die durch die US-Zollpolitik entsteht, könnte die Bemühungen der EZB, die Wirtschaft anzukurbeln, erheblich erschweren.
Ein kürzlich abgewendeter Handelskonflikt in Nordamerika zeigt, wie volatil die Situation ist. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Strafzölle auf mexikanische und kanadische Waren zu erheben, lenkte jedoch in letzter Minute ein. Diese Zölle wurden um 30 Tage verschoben, nachdem Mexiko und Kanada Zugeständnisse in der Grenzsicherung gemacht hatten.
Im Gegensatz dazu bleibt der wirtschaftliche Konflikt mit China angespannt. Die USA haben Zölle von zehn Prozent auf alle chinesischen Waren verhängt und planen zusätzliche Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Diese Maßnahmen sollen global angewandt werden, ohne Ausnahmen für Kanada oder Mexiko.
De Guindos betont die Notwendigkeit, einen Handelskrieg zu vermeiden, da dieser langfristig alle Beteiligten in Mitleidenschaft ziehen und die globalen wirtschaftlichen Aktivitäten dämpfen könnte. Die EZB bleibt daher bei ihrer Niedrigzinsstrategie, um die Konjunktur in der Eurozone zu stützen, die durch eine Rezession in Deutschland stark belastet ist.
Die Auswirkungen der US-Zollpolitik auf die Inflation sind weniger eindeutig. Experten sind sich uneinig, ob die Zölle inflationsfördernd wirken könnten. Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Inflation erschwert die Planung für Unternehmen und Investoren weltweit.
Insgesamt zeigt sich, dass die US-Zollpolitik nicht nur die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China belastet, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben könnte. Die EZB und andere Zentralbanken stehen vor der Herausforderung, in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld Stabilität zu gewährleisten.

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