LONDON (IT BOLTWISE) – Das James-Webb-Weltraumteleskop hat einen bedeutenden Durchbruch erzielt, indem es den ultraheißen Zentralstern des Schmetterlingsnebels sichtbar machte. Diese Entdeckung bietet neue Einblicke in die Struktur und Zusammensetzung des Nebels, der sich 3.400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion befindet.

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat einen bedeutenden Durchbruch erzielt, indem es den ultraheißen Zentralstern des Schmetterlingsnebels sichtbar machte. Diese Entdeckung bietet neue Einblicke in die Struktur und Zusammensetzung des Nebels, der sich 3.400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion befindet. Der Schmetterlingsnebel, auch als NGC 6302 bekannt, wurde bereits 1826 von William Herschel entdeckt, doch sein Zentralstern blieb aufgrund eines dichten Staubbandes lange Zeit verborgen.
Dank der fortschrittlichen Infrarot-Technologie des Webb-Teleskops, insbesondere des MIRI-Instruments, konnten Wissenschaftler nun die Staubwolke durchdringen und den Zentralstern lokalisieren. Mit einer Temperatur von 220.000 Kelvin zählt dieser Stern zu den heißesten bekannten Zentralsternen eines planetarischen Nebels in der Milchstraße. Diese Entdeckung ist nicht nur ein technischer Erfolg, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten zur Erforschung der Entstehung und Entwicklung solcher Nebel.
Die detaillierten Aufnahmen des Webb-Teleskops enthüllten zudem die Zusammensetzung des Staubbandes, das den Zentralstern verdeckt. Es besteht aus kristallinen Silikaten wie Quarz und enthält relativ große Staubkörner. Diese Erkenntnisse tragen dazu bei, das Verständnis über die chemischen Prozesse in planetarischen Nebeln zu vertiefen. Darüber hinaus wurden entgegengesetzt ausströmende Jets aus Eisen und Nickel entdeckt, die vom Zentralstern ausgehen, was auf eine hohe chemische Aktivität hinweist.
Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Beobachtungen ist der Nachweis von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAKs) im Nebel. Diese Moleküle sind in sauerstoffreichen Umgebungen selten, und ihre Entdeckung könnte neue Erkenntnisse über die chemische Evolution von Nebeln liefern. Die Ergebnisse der Webb-Beobachtungen könnten somit nicht nur das Verständnis über den Schmetterlingsnebel selbst, sondern auch über die allgemeine Entwicklung von planetarischen Nebeln erweitern.

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