SHANGHAI / LONDON (IT BOLTWISE) – Neue Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft zeigen, dass enge Freundschaften nicht nur das soziale Leben bereichern, sondern auch tiefgreifende Auswirkungen auf die Gehirnaktivität und das Konsumverhalten haben können.

Eine aktuelle Studie der Shanghai International Studies University unter der Leitung von Jia Jin hat aufgedeckt, dass enge Freundschaften die Gehirnaktivität synchronisieren und das Entscheidungsverhalten, insbesondere im Konsumbereich, beeinflussen können. Die Forscher fanden heraus, dass Freunde Produkte ähnlicher bewerteten als Fremde, wobei dieser Effekt mit der Vertiefung der Freundschaft zunahm.
Durch den Einsatz von Neuroimaging-Techniken wurde gezeigt, dass die Gehirne von Freunden während des Betrachtens von Werbeanzeigen in Bereichen, die mit Gedächtnis, sozialem Urteil und Belohnung verbunden sind, synchronisiert waren. Bemerkenswerterweise konnte die Gehirnaktivität der Teilnehmer sogar die Kaufabsichten ihrer Freunde vorhersagen.
Die Studie umfasste langfristige Verhaltensanalysen mit 175 Teilnehmern und Neuroimaging-Daten von 47 Teilnehmern. Die Ergebnisse zeigen, dass Freunde im Vergleich zu Nicht-Freunden eine höhere Ähnlichkeit in der Produktbewertung aufweisen, die sich dynamisch verändert, wenn sich die Struktur sozialer Netzwerke verändert.
Die Forscher nutzten maschinelle Lernmodelle, um die funktionellen Konnektivitätskarten der Gehirnaktivität zu analysieren. Diese Modelle konnten nicht nur die Kaufabsichten der Teilnehmer selbst, sondern auch die ihrer Freunde vorhersagen, was auf eine signifikante neuronale Ähnlichkeit innerhalb enger sozialer Beziehungen hinweist.
Diese Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die Art und Weise, wie soziale Beziehungen das Verhalten beeinflussen können. Sie zeigen, dass enge Freundschaften nicht nur das persönliche Wohlbefinden fördern, sondern auch das Konsumverhalten auf vorhersehbare Weise formen können.
Die Studie hebt die Bedeutung dynamischer sozialer Beziehungen hervor und wie diese das Verhalten in realen sozialen Netzwerken beeinflussen können. Dies könnte weitreichende Implikationen für das Marketing und die Gestaltung von Werbekampagnen haben, da die Synchronisation der Gehirnaktivität zwischen Freunden genutzt werden könnte, um gezieltere und effektivere Strategien zu entwickeln.
Insgesamt zeigt die Forschung, dass die neuronale Synchronisation eine entscheidende Rolle bei der Vorhersage des Verhaltens von Freunden spielt und dass enge soziale Bindungen das Potenzial haben, das Konsumverhalten auf subtile, aber bedeutende Weise zu beeinflussen.

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