Bosch will Unfälle mit künstlicher Intelligenz verhindern: Weltpremiere in Las Vegas mit Virtual Visor - IT BOLTWISE® x Artificial Intelligence

MÜNCHEN/LAS VEGAS (IT BOLTWISE) – Künstliche Intelligenz wird immer präsenter im Alltag und nimmt einen immer größeren Teil der Consumer Entertainment Show in Las Vegas ein. Egal ob beim automatisierten Fahren, im Smart Home oder in der industriellen Produktion. Der deutsche Konzern Bosch präsentiert auf der diesjährigen CES, die gestern (7.1.2020) in Las Vegas begonnen hat, neue Lösungen rund um KI und das Internet der Dinge (IoT). Unter anderem den Virtual Visor.

Die Weltneuheit im Segment Künstliche Intelligenz aus dem Fahrzeugbereich, mit der Bosch in Las Vegas Weltpremiere feiert, stammt aus den Laboren der USA: Der Virtual Visor ist eine transparente und smarte digitale Sonnenblende (Siehe Foto am Ende des Artikels). Ein durchsichtiges LCD-Display wird mit der Insassenbeobachtungskamera verbunden, welche die Position der Augen des Fahrers automatisiert und in Millisekunden erkennt. Anhand intelligenter KI-Algorithmen wertet die virtuelle Sonnenblende diese Infos aus und verdunkelt auf dem Display ausschließlich den Teilbereich, in dem die Sonne den Fahrer blenden würden. Der Virtual Visor hat bei dem Consumer Entertainment Show-„Best of Innovation Award“ die höchste Punktzahl in seiner Kategorie für den Automobilsektor gewonnen. Gleiches gilt für das neue 3D-Display von Bosch. Es erzeugt mithilfe einer passiven 3D-Technik einen real empfundenen dreidimensionalen Effekt von Bildern und Warnsignalen. Dadurch lassen sich Informationen schneller erfassen als auf herkömmlichen Bildschirmen. Die Verkehrssicherheit steigt und Unfälle sollen verhindert werden.

Weitere Sicherheit bietet auch das neue System von Bosch zur Innenraumbeobachtung von Fahrzeugen. Wenn der Fahrer müde ist oder seinen Blick aufs Smartphone abwendet, erkennt dies das System anhand der Bewegung der Augenlider, der Blickrichtung und der Kopfhaltung – und warnt ihn vor kritischen Situationen. Darüber hinaus erfasst es den Fahrzeuginnenraum und stellt fest, wie viele Fahrgäste sich an Bord befinden, wo und in welcher Position sie sitzen. So können Sicherheitssysteme wie Airbags im Notfall optimal ausgelöst werden.

Mit Fahrerassistenzsystemen hat Bosch seinen Umsatz 2019 um zwölf Prozent auf rund zwei Milliarden Euro gesteigert. Sie ebnen den Weg zum automatisierten Fahren. Sind Fahrzeuge in Zukunft auf Teilstrecken wie der Autobahn teilautomatisiert unterwegs, wird die Fahrerbeobachtung zum unverzichtbaren Begleiter: Die Kamera achtet darauf, dass der Fahrer das Steuer jederzeit wieder sicher übernehmen kann. Bis im Geschäftsjahr 2022 wird der Konzern für das automatisierte Fahren rund vier Milliarden Euro aufwenden und mehr als 5.000 Ingenieure beschäftigen. Um das Portfolio in diesem Bereich sensortechnisch zu vervollständigen, steigt Bosch in die Serienentwicklung von Lidarsensoren ein. Neben Radar und Kamera bilden sie die unabdingbare dritte Sensortechnik. Als Fernbereichslidar erkennt der Bosch-Sensor auch nichtmetallische Objekte in großer Entfernung wie beispielsweise Steine auf der Straße.


Weltpremiere in Las Vegas mit Virtual Visor (Foto: Bosch)
Weltpremiere in Las Vegas mit Virtual Visor (Foto: Bosch)

Quelle: Industrie



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