TAIWAN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Halbleiterindustrie steht vor einer potenziellen Umwälzung, da Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) Pläne für ein Joint Venture mit Intels Foundry-Sparte in den USA verfolgt.

Die Halbleiterbranche könnte vor einer bedeutenden Umstrukturierung stehen, da Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) offenbar ein Joint Venture mit der Foundry-Sparte von Intel plant. Diese Sparte, die bisher kaum Erfolge verzeichnen konnte, könnte durch die Zusammenarbeit mit TSMC neuen Schwung erhalten. TSMC, der weltweit größte Auftragsfertiger im Halbleiterbereich, hat Berichten zufolge Gespräche mit den Chipherstellern NVIDIA, AMD und Broadcom aufgenommen, um eine mögliche Kooperation zu sondieren.
Das geplante Joint Venture zielt darauf ab, die Leitung der Intel-Fertigungsabteilung zu übernehmen, ohne jedoch eine Mehrheitsbeteiligung anzustreben. Diese Strategie könnte es TSMC ermöglichen, von Intels bestehender Infrastruktur zu profitieren, während Intel von TSMCs Expertise in der Auftragsfertigung profitieren würde. Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, doch die Beteiligung von Branchenriesen wie NVIDIA und AMD deutet auf das Potenzial dieser Partnerschaft hin.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat Berichten zufolge TSMC um Unterstützung bei der Sanierung des angeschlagenen US-Industriekonzerns Intel gebeten. Diese Bitte unterstreicht die strategische Bedeutung von Intel für die US-Wirtschaft und die Notwendigkeit, die Fertigungskapazitäten im eigenen Land zu stärken. Eine vollständige Übernahme der Intel-Sparte durch ausländische Unternehmen wird jedoch von der Regierung ausgeschlossen, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten.
Intel, einst führend in der Halbleiterbranche, hat in den letzten Jahren an Boden verloren, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Während Konkurrenten wie NVIDIA erhebliche Gewinne im KI-Segment erzielen, verzeichnete Intel im Jahr 2024 einen Nettoverlust von 18,8 Milliarden US-Dollar. Analysten haben insbesondere die Foundry-Sparte als Schwachstelle des Unternehmens identifiziert, was die Notwendigkeit einer strategischen Neuausrichtung unterstreicht.
Die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit TSMC hat bereits positive Auswirkungen auf den Aktienkurs von Intel. Die Aktie legte vorbörslich an der NASDAQ um 7,33 Prozent zu, was das Vertrauen der Anleger in eine mögliche Trendwende widerspiegelt. Diese Entwicklung könnte auch andere Unternehmen der Branche dazu veranlassen, ihre Strategien zu überdenken und neue Partnerschaften zu erkunden.
Die potenzielle Zusammenarbeit zwischen TSMC und Intel könnte weitreichende Auswirkungen auf die Halbleiterindustrie haben. Eine erfolgreiche Integration von TSMCs Fertigungskompetenz in Intels Infrastruktur könnte nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von Intel stärken, sondern auch die gesamte Branche beeinflussen. Experten sind gespannt, wie sich diese Gespräche entwickeln und welche neuen Möglichkeiten sich daraus ergeben könnten.

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