PRINCETON / LONDON (IT BOLTWISE) – Inmitten der zunehmenden Spannungen zwischen der Trump-Regierung und amerikanischen Bildungseinrichtungen hat der Vorsitzende der Federal Reserve, Jay Powell, die Bedeutung der Hochschulen für die Demokratie hervorgehoben.

Jay Powell, der Vorsitzende der Federal Reserve, hat kürzlich in einer Rede an der Princeton University die entscheidende Rolle der amerikanischen Universitäten für die Demokratie betont. In seiner Ansprache hob er hervor, dass die USA in vielen Bereichen, einschließlich wissenschaftlicher Innovation und wirtschaftlicher Dynamik, weltweit führend sind. Er bezeichnete die Hochschulen als „ein wertvolles nationales Gut“, das es zu schützen gilt.
Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Trump-Regierung ihre Angriffe auf die Hochschulbildung intensiviert hat. Jüngst wurde Harvard die Einschreibung internationaler Studierender untersagt, was als Teil einer breiteren Kampagne gegen vermeintliche linke Indoktrination und Antisemitismus an Eliteuniversitäten gesehen wird. Diese Maßnahmen haben zu erheblichen Unsicherheiten für über 6.500 internationale Studierende geführt, deren Zukunft nun in der Schwebe hängt.
Powell, der selbst von Präsident Trump kritisiert wurde, weil er die Zinssätze nicht schnell genug gesenkt habe, nutzte die Gelegenheit, um die Absolventen von Princeton zu ermutigen, Risiken einzugehen, sich im öffentlichen Dienst zu engagieren und ihre Integrität zu wahren. Er betonte, dass man in 50 Jahren stolz darauf sein solle, alles getan zu haben, um die Demokratie zu bewahren und die zeitlosen Ideale der Gründerväter zu stärken.
Die Entscheidung der Trump-Regierung, Harvard die Einschreibung internationaler Studierender zu untersagen, wurde kürzlich von einem US-Bezirksrichter vorübergehend blockiert. Dennoch hat die Regierung auch die Finanzierung von Bildungseinrichtungen drastisch gekürzt, was dazu führt, dass europäische Länder wie Frankreich führende Wissenschaftler aus den USA abwerben.
Powell, der von Trump während dessen erster Amtszeit ernannt wurde, sieht sich nun Drohungen ausgesetzt, vorzeitig entlassen zu werden. Der Präsident hat ihn als „Mr. Too Late“ und „großen Verlierer“ bezeichnet, nachdem die Fed die Zinssätze in diesem Jahr unverändert gelassen hat. Powell und andere Fed-Beamte argumentieren, dass eine Senkung der Zinssätze erst dann möglich sei, wenn klar ist, dass der globale Handelskrieg des Präsidenten keine neue Inflationswelle in den USA auslösen wird.
Ein kürzliches Urteil des Obersten Gerichtshofs deutet darauf hin, dass das Weiße Haus nicht das Recht hat, in die Unabhängigkeit der Fed einzugreifen, indem es Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses entlässt. Powell hat klargestellt, dass er beabsichtigt, seine volle Amtszeit zu dienen, und glaubt, dass eine Entlassung aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Geldpolitik gesetzlich nicht zulässig ist.

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