LONDON (IT BOLTWISE) – Mozilla, bekannt für seinen Open-Source-E-Mail-Client Thunderbird, geht neue Wege und bietet nun cloudbasierte Dienste an, um dem Verlust von Nutzern an Microsoft 365 und Google Workspace entgegenzuwirken.

Mozilla hat mit seinem E-Mail-Client Thunderbird einen festen Platz in der Welt der Open-Source-Software. Doch in einer Zeit, in der cloudbasierte Dienste wie Microsoft 365 und Google Workspace dominieren, sieht sich Thunderbird mit der Herausforderung konfrontiert, seine Nutzerbasis zu halten. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat Mozilla beschlossen, Thunderbird in die Cloud zu bringen und neue Dienste anzubieten, die den modernen Anforderungen gerecht werden.
Der neue cloudbasierte Dienst Thundermail verspricht eine erhöhte Interoperabilität und Datenschutz, ohne die Nutzer in ein Abhängigkeitsverhältnis zu zwingen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern, die oft mit einem Lock-in-Effekt arbeiten, setzt Mozilla auf Flexibilität und Offenheit. Thundermail wird durch Thunderbird Pro ergänzt, das zusätzliche Funktionen in der Cloud bereitstellt und auf freier Software basiert.
Ein weiteres Highlight ist Thunderbird Appointment, ein cloudbasierter Terminkalender, der sich derzeit in der Betaphase befindet. Dieser Dienst ermöglicht nicht nur die Verwaltung von Terminen, sondern auch das Teilen von Verfügbarkeitsdaten. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, einen Link mit freien Terminen an andere Nutzer zu versenden, um schnell und unkompliziert Termine zu vereinbaren.
Mit Thunderbird Send führt Mozilla einen neuen Filesharing-Dienst ein, der es ermöglicht, große Dateien sicher zu versenden. Dieser Dienst, der sich noch im Alpha-Stadium befindet, ist eine überarbeitete Version von Firefox Send und kann bereits mit einem Mozilla-Konto getestet werden.
Ein weiterer innovativer Schritt ist die Einführung von Thunderbird Assist, einem KI-gestützten Assistenten, der auf lokal installierten Sprachmodellen basiert. Diese Funktion wird als Opt-in-Option angeboten und soll den Nutzern helfen, ihre E-Mail-Kommunikation effizienter zu gestalten. Die genaue Funktionalität des KI-Assistenten ist noch nicht vollständig bekannt, aber die Zusammenarbeit mit Flower AI verspricht interessante Entwicklungen.
Mozilla plant, die neuen Dienste über ein Abonnementmodell anzubieten, das sowohl monatliche als auch jährliche Zahlungen ermöglicht. Ein kostenloses Angebot mit eingeschränkter Funktionalität ist ebenfalls in Planung, um eine breitere Nutzerbasis anzusprechen. Der bisherige lokale E-Mail-Client von Thunderbird bleibt erhalten und kann weiterhin kostenlos genutzt werden.
Mit diesen Neuerungen positioniert sich Mozilla als ernstzunehmender Konkurrent im Bereich der cloudbasierten E-Mail-Dienste. Die Kombination aus Datenschutz, Flexibilität und Interoperabilität könnte Thunderbird helfen, neue Nutzer zu gewinnen und bestehende zu halten. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Mozilla mit seiner Strategie erfolgreich sein wird.

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