WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Google bereitet sich darauf vor, eine aktivere Rolle in der Cyberabwehr zu übernehmen. Das Unternehmen plant die Gründung einer „Disruption Unit“, um gezielt gegen Hackerangriffe vorzugehen. Diese Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die USA ihre Strategie von der Verteidigung zur Offensive verlagern, unterstützt durch neue Gesetzesvorschläge wie den „Scam Farms Marque and Reprisal Authorization Act“.

Google plant, seine Rolle in der Cyberabwehr zu verstärken, indem es eine neue Einheit zur Störung von Hackeroperationen einrichtet. Diese sogenannte „Disruption Unit“ soll proaktiv gegen Cyberangriffe vorgehen, die auf amerikanische Unternehmen und Infrastrukturen abzielen. Sandra Joyce, Vizepräsidentin der Google Threat Intelligence Group, betonte die Notwendigkeit, von einer reaktiven zu einer proaktiven Verteidigungsstrategie überzugehen.
Diese Ankündigung erfolgt inmitten einer breiteren Diskussion in den USA über die Notwendigkeit, von defensiven zu offensiven Cyberstrategien zu wechseln. Der im Juli verabschiedete „One Big Beautiful Bill Act“ weist eine Milliarde Dollar für offensive Cyberoperationen zu, was die Priorität dieser Maßnahmen unterstreicht. Gleichzeitig wird die defensive Cyberabwehr durch politische Entscheidungen der Trump-Administration geschwächt.
Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist der Vorschlag des „Scam Farms Marque and Reprisal Authorization Act“, der dem US-Präsidenten die Befugnis geben würde, gegen Cyberkriminelle vorzugehen, die amerikanische Interessen bedrohen. Diese Gesetzesinitiative greift auf historische Konzepte wie die „Kaperbriefe“ zurück, um moderne Cyberbedrohungen zu bekämpfen.
Die zunehmende Bedrohung durch Cyberkriminalität erfordert neue Ansätze. Cyberangriffe auf US-Unternehmen sind weit verbreitet und betreffen oft kritische Infrastrukturen. Die Bereitschaft der US-Regierung und von Unternehmen wie Google, offensivere Maßnahmen zu ergreifen, könnte einen Wendepunkt in der Cyberabwehr darstellen. Ob dies eine gute oder schlechte Idee ist, bleibt abzuwarten, aber es ist klar, dass sich die Strategie grundlegend ändert.


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