CAPE CANAVERAL / LONDON (IT BOLTWISE) – In einem bemerkenswerten Schritt zur Erweiterung seines Satelliteninternets wird Amazon seine nächsten Kuiper-Satelliten mit Hilfe von SpaceX, einem seiner größten Konkurrenten, ins All bringen.

Amazon hat sich mit SpaceX, einem seiner größten Konkurrenten im Bereich der Satelliteninternetdienste, zusammengetan, um die nächste Charge seiner Kuiper-Satelliten in den Orbit zu bringen. Diese ungewöhnliche Allianz zeigt, wie selbst Rivalen in der Raumfahrtindustrie zusammenarbeiten können, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen. Der Start der 24 Kuiper-Satelliten erfolgt mit einer Falcon 9-Rakete von SpaceX und ist ein entscheidender Schritt für Amazon, das plant, insgesamt über 3.200 Satelliten in den Orbit zu bringen.
Der Wettbewerb im Bereich der Satelliteninternetdienste ist intensiv, wobei SpaceX mit seinem Starlink-Netzwerk von etwa 8.000 Satelliten derzeit den Markt dominiert. Amazons Kuiper-Projekt zielt darauf ab, einen bedeutenden Anteil an diesem Markt zu erobern, indem es eine zuverlässige und weitreichende Internetabdeckung bietet. Die Zusammenarbeit mit SpaceX, das über die zuverlässigste Rakete der Welt verfügt, ist ein strategischer Schritt, um die ehrgeizigen Ziele von Amazon zu erreichen.
Die Vereinbarung zwischen Amazon und SpaceX umfasst drei Starts und wurde im Dezember 2023 abgeschlossen, kurz nachdem Amazon von seinen Aktionären verklagt wurde, weil es SpaceX bei der Vergabe der ersten Startverträge nicht berücksichtigt hatte. Diese Entscheidung zeigt, wie wichtig es für Amazon ist, seine Satelliten so schnell wie möglich in den Orbit zu bringen, um die Anforderungen der US-amerikanischen Federal Communications Commission zu erfüllen.
Gemäß der Lizenz von Amazon müssen bis Ende Juli 2026 mindestens die Hälfte der Kuiper-Satelliten im Orbit sein. Dies setzt Amazon unter erheblichen Zeitdruck, da von den anderen ausgewählten Startanbietern nur die United Launch Alliance (ULA) derzeit über eine betriebsbereite Rakete verfügt. ULA hat bereits die ersten beiden Chargen von Kuiper-Satelliten gestartet, wobei der erste Start im April stattfand.
Blue Origin, ein weiteres Unternehmen von Jeff Bezos, soll in Zukunft ebenfalls Kuiper-Satelliten mit seiner New Glenn-Rakete starten. Allerdings hat diese Rakete bisher nur einen Flug absolviert und dabei den Booster nicht zurückgeholt. Der nächste Start ist für den 15. August geplant. Diese Verzögerungen unterstreichen die Herausforderungen, denen sich Amazon bei der Umsetzung seines ehrgeizigen Satellitenprojekts gegenübersieht.
Die Zusammenarbeit zwischen Amazon und SpaceX könnte auch als Zeichen für eine neue Ära der Kooperation in der Raumfahrtindustrie gesehen werden, in der Unternehmen trotz Konkurrenz zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Diese Entwicklung könnte den Weg für weitere Partnerschaften ebnen, die die Expansion der Satelliteninternetdienste weltweit beschleunigen.

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