BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor großen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie, die mit einem anhaltenden Stellenabbau konfrontiert ist. Während die Exporte nach China und in die USA rückläufig sind, zeigt sich der Bausektor als Lichtblick mit steigenden Beschäftigungszahlen. Auch der Dienstleistungssektor verzeichnet ein Wachstum, das jedoch hauptsächlich auf öffentliche Dienstleistungen zurückzuführen ist.

Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich in einer Phase des Umbruchs, die durch unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Wirtschaftssektoren geprägt ist. Besonders die Industrie steht vor erheblichen Herausforderungen. Die Konkurrenz aus China, insbesondere im Bereich der Elektroautos und Maschinen, hat zu einem Rückgang der Exporte geführt. Im ersten Halbjahr 2025 sanken die Exporte in die Volksrepublik um 14 Prozent, während die Importe aus China um fast elf Prozent stiegen. Diese Entwicklung belastet die deutsche Industrie zusätzlich zu den bestehenden Problemen.
Ein weiterer Faktor, der die deutsche Industrie belastet, ist der Zollkonflikt mit den USA. Die USA sind ein wichtiger Abnehmer von Waren ‘Made in Germany’, doch die Einführung von Zöllen in Höhe von 15 Prozent hat die Exporte in die USA im ersten Halbjahr um fast vier Prozent sinken lassen. Diese Zölle dürften auch in Zukunft das Geschäft mit den USA erschweren und den Stellenabbau in der Industrie weiter beschleunigen.
Im Gegensatz zur Industrie zeigt sich der Bausektor als Hoffnungsträger. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe stieg in der ersten Jahreshälfte um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese positive Entwicklung wird durch eine Zunahme der Aufträge im Bauhauptgewerbe unterstützt, die um 9,4 Prozent gestiegen sind. Inflationsbereinigt ergibt sich ein reales Plus von 7,3 Prozent. Experten sehen die Aussichten für den Bausektor optimistisch, nicht zuletzt aufgrund der geplanten Investitionen der Bundesregierung in die Infrastruktur.
Der Einzelhandel hingegen kämpft weiterhin mit Schwierigkeiten. Die Umsätze sanken im Juli preisbereinigt um 1,5 Prozent, und die Verbraucherlaune bleibt angespannt. Der Branchenverband HDE befürchtet, dass in diesem Jahr etwa 4500 Geschäfte schließen könnten. Trotz dieser Herausforderungen gibt es im Dienstleistungssektor positive Entwicklungen. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im zweiten Quartal um 178.000 Personen, wobei insbesondere öffentliche Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit zum Wachstum beitrugen.

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