MÜNCHEN/BERLIN (IT BOLTWISE) – Die Deutsche Fußball Liga (kurz DFL) hofft darauf, dass der Internetkonzern Amazon mit seinem Streamingdienst Prime zukünftig auch Senderechte an der Bundesliga erwirbt. Doch zunächst einmal arbeitet Amazon nun mit der Liga in einem anderen Segment zusammen – nämlich mit Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, um Tore vorherzusagen.

Die DFL wird ab dem Rückrunden-Start der Bundesliga-Saison 2019/20 die Dienste des Internet-Giganten Amazon nutzen. Die Amazon Web Services (AWS)-Sparte des internetional führenden Online-Händlers, welche Cloud-Dienstleistungen an Unternehmen verkauft, soll vor allem während eines Live-Spiels detaillierte Infos zum Spielgeschehen liefern, wie das Unternehmen der DFL am Montag mitteilte.

Mittels maschinellem Lernen bzw. künstlicher Intelligenz werde die Technologie bald in der Lage sein, Echtzeit-Vorhersagen über die Tor-Erzielung zu machen, hieß es in der Mitteilung. Auch Torchancen und das taktische Verhalten der Mannschaften werde die Plattform hinter den Amazon Web Services (AWS) in Echtzeit erkennen können. Als Arbeitsmaterial dienen ihr Live-Daten und historische Daten aus über 10.000 Bundesliga-Spielen der Vergangenheit.

Grundlage des Dienstes, welcher von Amazon bereitgestellt wird, sei eine cloudbasierte Statistik-Plattform, welche den Nutzern geräteübergreifend zusätzliche Daten und Visualisierungen zu jedem Spiel bereitstellen werde. Geplant sei außerdem ein Dienst, der – in Echtzeit und individualisierbar – in der Lage sein soll, Empfehlungen anzuzeigen, etwa personalisiertes Videomaterial oder Suchergebnisse, die auf Lieblingsklubs, -spielern oder -begegnungen basieren.

Die Liga hofft zudem, dass Amazon’s Streamingdienst mit dem Namen Prime auch in das milliardenschwere Bieten um Senderechte einsteigt. Im Frühjahr beginnt die Ausschreibung für die Rechte für die Sendejahre 2021 bis 2024. Zuletzt hatte Amazon Prime mit dem Erwerb der Dienstagabend-Spiele der Champions League ab 2021 in der Presse auf sich aufmerksam gemacht. Künftig wird Amazon zusammen mit dem Sportstreamingservice DAZN von der Königsklasse berichten. Der Anbieter Sky hingegen ist ab Sommer des nächsten Jahres außen vor.

Mit Fokus auf die Bundesliga-Ausschreibung sagte der DFL-Chef Christian Seifert zuletzt in der Bild am Sonntag, dass Amazon, Netflix und Co. durchaus Interesse an Senderechten des Fußball-Oberhauses hätten. Er warnte allerdings auch und meinte: “Wir alle konkurrieren um das rare Gut Zeit.“

Bundesliga kooperiert mit Amazon: Künstliche Intelligenz von Internet-Riese soll Tore vorhersagen (Foto: Pixabay)
Künstliche Intelligenz von Internet-Riese soll Tore vorhersagen (Foto: Pixabay)




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