WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Angesichts fehlender bundesweiter Regelungen zur Gesichtserkennungstechnologie ergreifen immer mehr US-Bundesstaaten die Initiative. Mit neuen Gesetzen versuchen sie, den Schutz biometrischer Daten zu gewährleisten und den Einfluss von Technologieunternehmen zu regulieren.

In den USA gibt es derzeit keine bundesweite Regelung zur Gesichtserkennungstechnologie, was dazu führt, dass einzelne Bundesstaaten eigene Gesetze erlassen, um den Umgang mit biometrischen Daten zu regulieren. Diese Daten, zu denen Gesichter und Augen gehören, gelten als besonders sensibel und wertvoll. Laut der National Conference of State Legislatures haben inzwischen 23 Bundesstaaten Gesetze verabschiedet oder erweitert, die die massenhafte Erfassung biometrischer Daten einschränken. Colorado hat kürzlich neue Datenschutzbestimmungen eingeführt, die eine Einwilligung erfordern, bevor Gesichtserkennungs- oder Stimmerkennungstechnologien eingesetzt werden dürfen, und den Verkauf dieser Daten verbieten.
Die Technologieunternehmen haben bereits seit Jahren Gesichtserkennungstechnologien im Einsatz, ziehen sich jedoch gelegentlich zurück, wie 2021, als Facebook sein Gesichtserkennungssystem nach einer Klage wegen Datenschutzverletzungen einstellte. Dennoch ist die Technologie in vielen Apps und Geräten allgegenwärtig geworden. Professor Pete Fussey von der University of Essex betont, dass die Bequemlichkeit, die diese Technologien bieten, oft auf Kosten der Kontrolle über die eigenen Daten geht.
Einige Bundesstaaten, wie Illinois, haben Gesetze erlassen, die es den Bürgern ermöglichen, Unternehmen zu verklagen, wenn diese ohne Erlaubnis biometrische Daten sammeln. Diese Gesetze haben bereits zu hohen Strafzahlungen von Unternehmen wie Google und Meta geführt. In anderen Bundesstaaten, wie Texas und Oregon, liegt die Durchsetzung solcher Gesetze bei den Generalstaatsanwälten, was die Wirksamkeit der Regelungen einschränken kann.
Die Herausforderungen bei der Durchsetzung solcher Gesetze werden deutlich, wenn Unternehmen wie PimEyes, die im Ausland operieren, sich den rechtlichen Konsequenzen entziehen. Trotz der strengen Datenschutzgesetze in Illinois konnte PimEyes nicht belangt werden, da das Unternehmen keine greifbare Präsenz in den USA hat. Dies zeigt die Grenzen der staatlichen Datenschutzgesetze auf, wenn es um international agierende Unternehmen geht.

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