MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Trotz eines erneuten Anstiegs der Inflation im Euroraum auf 2,3 Prozent im November bleibt die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer expansiven Geldpolitik. Experten erwarten, dass die EZB bei ihrer nächsten Sitzung im Dezember die Zinsen weiter senken wird, um die schwache Konjunktur zu stützen.

Die jüngsten Inflationszahlen im Euroraum haben die Erwartungen vieler Ökonomen bestätigt. Laut der ersten Schätzung von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise im November um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies stellt einen Anstieg gegenüber der Oktober-Rate von 2,0 Prozent dar. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg sind die weniger stark gesunkenen Energiepreise im Jahresvergleich, was auf sogenannte Basiseffekte zurückzuführen ist.
Interessanterweise verzeichneten die Verbraucherpreise im Monatsvergleich einen Rückgang um 0,3 Prozent, was die Erwartungen der Experten übertraf, die einen geringeren Rückgang von 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, weist darauf hin, dass die Kerninflationsrate im ersten Halbjahr 2025 durch Basiseffekte deutlich sinken könnte.
Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Preise wie Energie und Nahrungsmittel ausklammert, blieb stabil bei 2,7 Prozent. Besonders auffällig ist der Trend in Belgien, wo die Inflationsrate bei 5,0 Prozent liegt, während Irland mit 0,5 Prozent die niedrigste Rate aufweist. In Deutschland stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 2,4 Prozent.
Die Europäische Zentralbank verfolgt weiterhin das Ziel einer mittelfristigen Inflationsrate von zwei Prozent. Trotz der gestiegenen Inflationszahlen wird erwartet, dass die EZB bei ihrer nächsten Sitzung im Dezember die Zinsen weiter senken wird. Die zuletzt im Oktober vorgenommene Senkung des Einlagesatzes auf 3,25 Prozent war bereits der dritte Zinsschritt in diesem Jahr.
Viele Ökonomen rechnen mit einer weiteren Senkung um 0,25 Prozentpunkte, während einige angesichts der schwachen Konjunktur sogar 0,50 Prozentpunkte prognostizieren. Vincent Stamer von der Commerzbank ist der Meinung, dass sich die EZB von den gestiegenen Inflationszahlen nicht abbringen lässt, da die Inflation immer noch unter den Erwartungen liegt.

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