BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Nach jahrelangen Verzögerungen wurde die milliardenschwere Ausschreibung für das Berliner S-Bahn-Netz entschieden. Ein Konsortium aus Deutscher Bahn, Stadler und Siemens erhielt den Zuschlag für die Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen. Der Auftrag umfasst den Betrieb mehrerer Linien, die Lieferung neuer Wagen und die Fahrzeugwartung.

Die Entscheidung über die milliardenschwere Ausschreibung für das Berliner S-Bahn-Netz markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in Europa. Nach jahrelangen Verzögerungen und juristischen Auseinandersetzungen hat ein Konsortium aus Deutscher Bahn, Stadler und Siemens den Zuschlag für die Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen erhalten. Der Auftrag umfasst ein Volumen von rund 15 Milliarden Euro und beinhaltet den Betrieb mehrerer S-Bahn-Linien ab den 2030er Jahren, die Lieferung von 1.400 neuen Wagen sowie die Fahrzeugwartung über einen Zeitraum von 30 Jahren.
Die Ausschreibung, die als eine der größten ihrer Art in Europa gilt, war von zahlreichen Verzögerungen geprägt. Ursprünglich war geplant, dass die Betriebsaufnahme im Nord-Süd-Teilnetz Ende 2027 und auf der Stadtbahn im Frühjahr 2028 erfolgen sollte. Aufgrund der Verzögerungen müssen die bestehenden, teilweise veralteten S-Bahn-Züge länger als geplant auf den betroffenen Linien eingesetzt werden. Der Berliner Senat und das Brandenburger Verkehrsministerium haben sich bisher nicht zu der Entscheidung geäußert.
Der französische Bahnkonzern Alstom, der ebenfalls an der Ausschreibung teilnahm, äußerte sich kritisch zum Vergabeverfahren. Alstom hatte gegen die Entscheidung geklagt, da das Unternehmen sich im Vergleich zu anderen Bietern benachteiligt sah. Das Berliner Kammergericht wies die Klage in den meisten Punkten ab, machte jedoch deutlich, dass es weitere Verstöße gegen das Vergaberecht sieht. Alstom betonte die Notwendigkeit eines echten Wettbewerbs, um das beste Angebot für die S-Bahn zu gewährleisten.
Die Vergabeentscheidung wurde von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) positiv aufgenommen. Martin Burkert, Vorsitzender der EVG, sieht darin ein wichtiges Signal für die langfristige Sicherheit der Beschäftigten und Fahrgäste. Die Initiative “Bahn für Alle” hingegen kritisiert die Entscheidung als Teilprivatisierung der Berliner S-Bahn und fordert den Senat zu einem Kurswechsel auf. Sprecher Carl Waßmuth schlägt vor, dass Berlin die Mehrheit an der S-Bahn GmbH sichern und das Netz zukunftsfähig ausbauen sollte.

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