WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Das James-Webb-Weltraumteleskop hat neue Erkenntnisse über den interstellaren Kometen 3I/ATLAS geliefert. Der Komet zeigt eine ungewöhnliche chemische Zusammensetzung, die ihn von bekannten Kometen unseres Sonnensystems unterscheidet. Diese Entdeckung könnte neue Einblicke in die Entstehung und Entwicklung von Himmelskörpern außerhalb unseres Sonnensystems bieten.

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat kürzlich den interstellaren Kometen 3I/ATLAS untersucht und dabei eine bemerkenswerte chemische Zusammensetzung festgestellt. Diese Entdeckung könnte wichtige Hinweise auf die Entstehung und Entwicklung von Kometen außerhalb unseres Sonnensystems liefern. Der Komet, der am 1. Juli 2025 entdeckt wurde, zeigt eine Gashülle, die reich an Kohlendioxid ist, was ihn von den meisten bekannten Kometen unterscheidet.
Die Beobachtungen mit dem Nahinfrarot-Spektrographen des Teleskops haben gezeigt, dass 3I/ATLAS neben Kohlendioxid auch Wasserdampf, Kohlenmonoxid, Schwefelverbindungen, Wassereis und große Mengen Staub ausstößt. Besonders auffällig ist das Verhältnis von Kohlendioxid zu Wasserdampf, das zu den höchsten jemals bei einem Kometen gemessenen gehört. Diese ungewöhnliche Zusammensetzung deutet darauf hin, dass der Komet aus einer Region stammt, in der Kohlendioxideis häufiger vorkommt.
Die Forscher diskutieren verschiedene Erklärungen für diese außergewöhnliche Chemie. Eine Möglichkeit ist, dass der Komet in einer Region seines Heimatsterns entstanden ist, in der Kohlendioxideis häufig vorkam. Alternativ könnten die Oberflächeneise durch Wechselwirkungen mit starker Strahlung verändert worden sein. Die relativ geringe Menge an Wasserdampf könnte auch auf interne Bedingungen hinweisen, die die Sublimation von Wassereis im Vergleich zum Kohlendioxid einschränken.
Am 3. Oktober wird sich 3I/ATLAS dem Mars nähern und von mindestens zwei Raumsonden im Orbit beobachtet werden. Diese Beobachtungen könnten weitere Einblicke in die Zusammensetzung und das Verhalten des Kometen liefern. Von der Erde aus ist der Komet derzeit zu nah an der Sonne, um mit Großteleskopen beobachtet zu werden. Erst Mitte November können wieder professionelle erdgebundene Teleskope auf den interstellaren Besucher gerichtet werden.
Alise Fisher von der NASA-Zentrale in Washington erklärte, dass 3I/ATLAS zwar keine Bedrohung für die Erde darstelle, die Weltraumteleskope der NASA aber die laufende Mission der Behörde unterstützen, Objekte im Sonnensystem zu finden, zu verfolgen und besser zu verstehen. Neben den Webb-Beobachtungen haben auch das Vorgängerteleskop Hubble und die SPHEREx-Mission der NASA bereits Daten zu dem ungewöhnlichen Himmelskörper gesammelt.

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