SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – NVIDIA steht vor erheblichen Herausforderungen im chinesischen Markt, da Exportbeschränkungen und politische Spannungen die Umsätze des Unternehmens beeinträchtigen. Trotz beeindruckender Quartalszahlen sieht sich der Chipkonzern mit einem Rückgang der Supercomputer-Verkäufe konfrontiert, was auf die fehlenden Einnahmen aus China zurückzuführen ist.

NVIDIA, ein führender Anbieter von KI-Chips, steht vor einer doppelten Herausforderung im chinesischen Markt. Trotz der Veröffentlichung beeindruckender Quartalszahlen, die die Erwartungen der Analysten übertrafen, sieht sich das Unternehmen mit erheblichen Umsatzeinbußen konfrontiert. Die strengen Exportbeschränkungen der US-Regierung haben dazu geführt, dass NVIDIA keine H20-Chips mehr nach China exportieren kann, was einen bedeutenden Umsatzverlust bedeutet.
Die Exportbeschränkungen sind nicht nur finanziell belastend, sondern gefährden auch die technologische Führungsposition von NVIDIA. Der Konzern hatte eigens den H20-Chip entwickelt, um die US-Restriktionen zu umgehen, doch die US-Regierung untersagte den Export dieser Chips und forderte eine Umsatzbeteiligung von 15 Prozent an China-Exporten. Dies führte dazu, dass NVIDIA im kommenden Quartal keine Umsätze mit H20-Chips erwartet.
Zusätzlich zu den Exportproblemen sieht sich NVIDIA mit einem wachsenden Wettbewerb im chinesischen Markt konfrontiert. Die chinesische Regierung hat Unternehmen im Land angewiesen, bei heimischen Herstellern wie Huawei zu bestellen, was den Druck auf ausländische Anbieter erhöht. NVIDIA schätzt, dass es mit den gedrosselten China-Chips über vier Milliarden Dollar pro Quartal einnehmen könnte, wenn die Exporte möglich wären.
Der Verlust des chinesischen Marktes bedeutet auch, dass NVIDIA keinen direkten Einblick mehr in die dortige Forschungsarbeit hat. Dies ist besonders kritisch, da der chinesische Markt für KI-Supercomputer weiter wächst, während der Boom in den USA nachlässt. Die Umsätze von Rechenzentren stammen hauptsächlich von großen US-Tech-Konzernen wie Alphabet, Amazon, Microsoft und Meta. Sobald diese ihre KI-Investitionen reduzieren, könnten die Rekordquartale von NVIDIA enden.
Um den Kursverfall zu bremsen, hat sich NVIDIA-Chef Jensen Huang vom Aufsichtsrat Aktienrückkäufe im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar genehmigen lassen. Dies könnte den Aktienkurs stabilisieren, doch die langfristigen Herausforderungen im chinesischen Markt bleiben bestehen. Analysten prognostizieren bereits das Ende des KI-Booms, was die Zukunft von NVIDIA weiter unter Druck setzen könnte.


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