TOKIO (IT BOLTWISE) – Sony hat einen Funkchip für IoT entwickelt, der bei sehr geringem Energiebedarf bis zu 100 Kilometer weit sendet. Durch seine Eignung für hohe Geschwindigkeiten lässt er sich zur Signalisierung im Verkehr verwenden.

Den neuen LPWA-Chip (Low Power Wide Area Network) will Sony im Herbst vorstellen. Er arbeitet mit dem ELTREC-Standard – ein entsprechendes Netz will Sony in Zusammenarbeit mit NEC in Japan aufbauen. Der Chip ist ausgelegt für Einweg-Kommunikation und hat eine geringe Datenrate von 80 bps. Doch im Unterschied zur Anbindung per Mobilfunk ist die Vernetzung mit dem IoT-Funkchip voraussichtlich sehr kostengünstig realisierbar. Der nur 16 x 16 mm messende Chip lässt sich von einer Knopfzelle speisen. Ein Empfänger für GPS, Galileo oder andere Navigationssatelliten ist bereits im Chip enthalten. Er sendet im 920-MHz-Band.

Sony nennt für ELTRES-Geräte typische Anwendungen, wozu besonders die Positionsbestimmung gehört. So könnten zum Beispiel Speditionen und Vermieter über Funk kostengünstig ihre Fahrzeuge lokalisieren. Die Möglichkeiten reichen vom Fahrrad über die Drohne bis zum Intercity. Auf dem Meer lassen sich die Funkchips zur Seenotrettung oder zum Auffinden von Reusen in der Fischerei nutzen – vorausgesetzt, es ist ein stationärer Empfänger maximal 100 km entfernt.

Ein Empfängernetz für die neuen Funkchips wird in Japan aufgebaut.
Ein Empfängernetz für die neuen Funkchips wird in Japan aufgebaut. (Bild: Sony)




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