GENF (IT BOLTWISE) – Wer die Nacht durchgezockt hat, kann sich möglicherweise bald krankschreiben lassen. Denn seit dem letzten Update ihrer Liste anerkannter Krankheiten hat die WHO die „Gaming Disorder“ aufgenommen.

Seit dem 25. Mai 2019 führt die WHO (World Health Organisation) die Gaming Disorder in der „International Classification of Deseases“ (ICD). Die Änderung der ICD wurde nach längerer Vorbereitung von den Mitgliedsstaaten verabschiedet und tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Die WHO führt die Spielsucht als „Störung aufgrund von Abhängigkeit“.

Die Störung wird beschrieben als „Muster von ständigem oder wiederholtem Spielen, online oder offline, bei dem die Kontrolle über das Spielverhalten beeinträchtigt ist und das Spiel eine immer höhere Priorität erhält bis zu einem Punkt, an dem das Spiel Vorrang vor anderen Interessen und Aktivitäten hat oder die Spieldauer gesteigert wird trotz negativer Konsequenzen.“

Die Computerspielabhängigkeit wird schon länger als mögliche Suchterkrankung diskutiert, war aber bisher nicht offiziell anerkannt. Eines der ersten Spiele, bei denen häufig hohes Suchtpotential vermutet wurde, war „World of Warcraft“. Die bekannte Zeichentrickserie South Park illustrierte das Problem vor Jahren mit der Folge Make love, not Warcraft.

Anhaltendes Zocken hat die WHO als Gesundheitsstörung anerkannt.
Anhaltendes Zocken hat die WHO als Gesundheitsstörung anerkannt. (Bild: sik-life/Pixabay)




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