LONDON (IT BOLTWISE) – Das James Webb Weltraumteleskop hat neue Einblicke in den Schmetterlingsnebel NGC 6302 gewährt. Diese Entdeckungen offenbaren die komplexe Struktur und Dynamik dieser planetarischen Nebula, die etwa 3400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion liegt.

Das James Webb Weltraumteleskop, ein gemeinsames Projekt von NASA, ESA und der kanadischen Weltraumagentur, hat mit seinen neuesten Beobachtungen den Schmetterlingsnebel NGC 6302 in einem neuen Licht erscheinen lassen. Diese planetarische Nebula, die etwa 3400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion liegt, ist bekannt für ihre faszinierende Form und Struktur. Die jüngsten Aufnahmen des Webb-Teleskops enthüllen eine Vielzahl neuer Details, die das Verständnis dieser kosmischen Formation erheblich erweitern.
Planetarische Nebeln wie der Schmetterlingsnebel entstehen, wenn Sterne mit einer Masse zwischen 0,8 und 8 Sonnenmassen am Ende ihres Lebenszyklus den Großteil ihrer Masse abstoßen. Diese Phase ist relativ kurzlebig und dauert nur etwa 20.000 Jahre. Der Name ‘planetarische Nebula’ ist irreführend, da diese Formationen nichts mit Planeten zu tun haben. Der Schmetterlingsnebel ist ein Paradebeispiel für die bizarren Formen, die solche Nebeln annehmen können.
Die jüngsten Beobachtungen des Webb-Teleskops fokussieren sich auf den dichten, staubigen Torus, der die zentrale Sternleiche des Nebels umgibt. Diese Struktur, die wie der Körper eines Schmetterlings erscheint, verhindert, dass Gas gleichmäßig in alle Richtungen ausströmt, was zur charakteristischen Form des Nebels beiträgt. Die Daten des Webb-Teleskops, ergänzt durch Informationen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), haben fast 200 Spektrallinien identifiziert, die wertvolle Informationen über die chemische Zusammensetzung des Nebels liefern.
Besonders bemerkenswert ist die Entdeckung der zentralen Sternleiche des Nebels, die eine Temperatur von 220.000 Kelvin aufweist und damit zu den heißesten bekannten Sternen in planetarischen Nebeln unserer Galaxie gehört. Diese Sternleiche heizt eine zuvor unentdeckte Staubwolke auf, die im mittleren Infrarotbereich hell leuchtet. Diese Entdeckung war bisher nicht möglich, da der Staub die Sicht im optischen Bereich blockiert.
Die neuen Erkenntnisse über den Schmetterlingsnebel bieten nicht nur faszinierende Einblicke in die Struktur und Dynamik dieser kosmischen Formation, sondern auch in die Prozesse, die zur Bildung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAHs) führen. Diese Moleküle, die auch in irdischen Verbrennungsprozessen vorkommen, könnten sich bilden, wenn ein Windstoß vom zentralen Stern in das umgebende Gas eindringt. Diese Entdeckung könnte wichtige Hinweise auf die chemischen Prozesse in sauerstoffreichen planetarischen Nebeln liefern.

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