MARL / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Chemiekonzern Evonik plant ab 2026 die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft namens Syneqt, die das Servicegeschäft in den Chemieparks Marl und Wesseling bündeln soll. Mit rund 3.500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro wird Syneqt zu einem der größten Anbieter von Industrie-Services in Deutschland. Perspektivisch könnte das Unternehmen auch verkauft werden, ähnlich wie es Bayer und Lanxess mit Currenta getan haben.

Der Chemiekonzern Evonik hat angekündigt, sein Servicegeschäft in den Chemieparks Marl und Wesseling ab 2026 in einer neuen Tochtergesellschaft namens Syneqt zu bündeln. Diese strategische Entscheidung zielt darauf ab, die Effizienz und den Fokus des Unternehmens zu steigern, indem es sich stärker auf sein Kerngeschäft, die Chemieproduktion, konzentriert. Syneqt wird mit rund 3.500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro einer der größten Anbieter von Industrie-Services in Deutschland sein.
Zu den Dienstleistungen von Syneqt gehören die Strom- und Dampferzeugung in vier Gas- und Dampfkraftwerken, der Betrieb von Pipelines sowie die Werksfeuerwehr. In Marl sind etwa 3.000 Mitarbeiter in diesen Bereichen tätig, während in Wesseling rund 500 Menschen beschäftigt sind. Trotz der Umstrukturierung betont Evonik, dass sich die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter nicht grundlegend ändern werden, da entsprechende Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern getroffen wurden.
Evonik plant, Syneqt nicht nur als internen Dienstleister zu nutzen, sondern auch externe Kunden zu gewinnen. Bereits jetzt bedient das Unternehmen neben Evonik etwa zwei Dutzend weitere Firmen. Mit einem branchenführenden Energie-, Stoff- und Datenverbundsystem sowie einem hohen Sicherheitsniveau will Syneqt seine Dienstleistungen weiter ausbauen und attraktiver für Kunden außerhalb der Werksgelände werden.
Langfristig könnte Syneqt auch für Investoren interessant werden. Evonik schließt nicht aus, dass Investoren in verschiedenen Größenordnungen einsteigen könnten, um weiteres Wachstum zu finanzieren. Diese Optionen werden derzeit geprüft, wobei ein Verkauf des Unternehmens nicht ausgeschlossen ist. Ein solcher Schritt würde Evonik in die Fußstapfen von Bayer und Lanxess treten lassen, die ihren Chemiepark-Betreiber Currenta vor einigen Jahren veräußert haben.
Die Gründung von Syneqt ist Teil einer größeren Strategie von Evonik, die Infrastruktur-Aktivitäten bis Ende 2025 eigenständig aufzustellen. Diese Umstrukturierung ermöglicht es dem Konzern, sich stärker auf die Chemieproduktion zu konzentrieren und gleichzeitig die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit seiner Servicebereiche zu steigern. Die Entscheidung, Syneqt zu gründen, spiegelt die wachsende Bedeutung von spezialisierten Serviceanbietern in der Chemieindustrie wider, die zunehmend als eigenständige Einheiten agieren, um flexibler auf Marktanforderungen reagieren zu können.

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