ROCHESTER / LONDON (IT BOLTWISE) – Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Mikroglia, die Immunzellen des Gehirns, eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Dopamin-Schaltkreisen während der Adoleszenz spielen. Diese Entdeckung könnte neue Wege zur Behandlung von neuropsychiatrischen Störungen eröffnen.

Die Adoleszenz ist eine entscheidende Phase für die Entwicklung des Gehirns, insbesondere des Frontalkortex, wo sich exekutive Funktionen ausbilden und Anfälligkeiten für psychiatrische Störungen entstehen können. Eine aktuelle Studie der Universität von Rochester hat gezeigt, dass Mikroglia, die Immunzellen des Gehirns, eine direkte Rolle bei der Formung von Dopamin-Schaltkreisen in dieser Zeit spielen, indem sie axonale Verbindungen stärken.
Überraschenderweise erfolgt der Kontakt der Mikroglia mit den Axonen, bevor neue Boutons, die Signalübertragungsstellen der Neuronen, entstehen. Dies unterstreicht die Rolle der Mikroglia in der Plastizität der neuronalen Schaltkreise. Diese Erkenntnisse könnten zu neuen Behandlungsansätzen für neuroentwicklungsbedingte und psychiatrische Störungen führen, indem die Aktivität der Mikroglia während der Adoleszenz gezielt beeinflusst oder sogar im Erwachsenenalter reaktiviert wird.
Die Forscher des Del Monte Institute for Neuroscience an der Universität von Rochester haben herausgefunden, dass Mikroglia eine Schlüsselrolle bei der Anpassung des Gehirns an die Veränderungen in diesem Bereich während der Adoleszenz spielen. Dies könnte die Behandlung von neuroentwicklungsbedingten Störungen in diesem Zeitfenster und möglicherweise auch im Erwachsenenalter revolutionieren.
Die Studie zeigt, dass Mikroglia sehr empfindlich auf Veränderungen der Dopaminaktivität reagieren und dass es eine überzeugende Verbindung zwischen dem Kontakt der Mikroglia und strukturellen Veränderungen an den Axonen gibt. Zukünftige Forschungen werden untersuchen, ob die Kombination von pharmakologischen Therapien mit Dopamin-Stimulation, wie durch Bewegung, helfen könnte, psychiatrische Störungen zu behandeln, die durch Defizite in diesem Bereich des Gehirns beeinflusst werden.

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