BIRMINGHAM / LONDON (IT BOLTWISE) – Wissenschaftler haben einen Mechanismus entdeckt, wie Stammzellen im olfaktorischen System kontinuierlich Neuronen regenerieren, die für unseren Geruchssinn verantwortlich sind. Durch die Beobachtung von Zebrafischen in Echtzeit und die Analyse einzelner Zellen konnten Forscher einen Kippschalter identifizieren, der die Schicksalsbestimmung von Vorläuferzellen steuert. Diese Entdeckung könnte neue Wege zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen eröffnen.

In einer bemerkenswerten Studie haben Wissenschaftler herausgefunden, wie Stammzellen im olfaktorischen System kontinuierlich Neuronen regenerieren, die für unseren Geruchssinn verantwortlich sind. Diese Entdeckung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen haben. Die Forscher nutzten lebende Zebrafische, um die Zellbewegungen in Echtzeit zu beobachten und die genetische Expression einzelner Zellen zu analysieren. Dabei identifizierten sie einen Kippschalter, der die Schicksalsbestimmung von Vorläuferzellen steuert und deren Organisation in zelluläre ‘Nachbarschaften’ ermöglicht.
Der Kippschalter, ein bistabiles Signalisierungsmechanismus, spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung des Schicksals von Stammzellen im olfaktorischen System. Diese Zellen sind in der Lage, sich in spezialisierte Neuronen zu differenzieren, die für den Geruchssinn verantwortlich sind. Interessanterweise regenerieren sich menschliche olfaktorische Neuronen alle paar Monate, was auf einen kontinuierlichen Prozess der Neurogenese hinweist. Die Entdeckung dieses Mechanismus könnte neue Ansätze für die Reparatur von Gehirnverletzungen und die Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen bieten.
Die Studie, die von Forschern der University of Alabama Birmingham und der University of Illinois Chicago durchgeführt wurde, zeigt, wie sich Stammzellen in einem komplexen Netzwerk von Signalen selbst organisieren. Diese Signale sind oft fluktuierend und stochastisch, was die Herausforderung der Zellkommunikation in dicht besiedelten Mikroumgebungen verdeutlicht. Durch die Integration von Signalen auf verschiedenen Ebenen, von einzelnen Zellen bis hin zu ganzen Organen, wird eine kontinuierliche neuronale Entwicklung ermöglicht.
Langfristig hoffen die Forscher, dass die in Zebrafischen identifizierten molekularen Pfade auch in anderen Kontexten angewendet werden können, um das Nervensystem von Wirbeltieren zu formen. Dies könnte neue therapeutische Möglichkeiten für Patienten mit neuroentwicklungsbedingten oder neurodegenerativen Störungen eröffnen. Die Erkenntnisse aus dieser Studie könnten auch dazu beitragen, neue Strategien für die Stammzelltherapie zu entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse des menschlichen Gehirns zugeschnitten sind.

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