LONDON (IT BOLTWISE) – Bitcoin könnte in den kommenden Jahren die Hälfte der Marktkapitalisierung von Gold erreichen, so die Prognosen von VanEck. Diese Einschätzung basiert auf der Annahme, dass Bitcoin ähnliche Eigenschaften wie das Edelmetall aufweist und von einer breiteren Akzeptanz profitieren könnte.

Die Investmentfirma VanEck prognostiziert, dass Bitcoin in den kommenden Jahren die Hälfte der Marktkapitalisierung von Gold erreichen könnte. Diese Einschätzung basiert auf der Annahme, dass Bitcoin ähnliche physische Eigenschaften wie Gold aufweist und zunehmend als digitales Gold wahrgenommen wird. Bei einem aktuellen Goldpreis würde dies einem Bitcoin-Wert von 644.000 US-Dollar entsprechen, so Mathew Sigel, Leiter der Digital Asset Research bei VanEck.
Derzeit liegt die Marktkapitalisierung von Bitcoin bei etwa 2,48 Billionen US-Dollar, was einen Anstieg von über 12 % in den letzten 30 Tagen bedeutet. Diese Entwicklung folgt auf einen Rekordwert von 126.080 US-Dollar, den Bitcoin kürzlich erreichte. Trotz eines leichten Rückgangs von 1,20 % wird Bitcoin aktuell bei 124.529 US-Dollar gehandelt. Experten wie Derek Lim von Caladan betonen jedoch, dass das Erreichen der Hälfte der Goldmarktkapitalisierung eine Wertsteigerung um das 5,6-fache erfordert und eher in einem Zeitraum von 5 bis 10 Jahren realistisch ist.
Im Vergleich zu Bitcoin hat Gold in der jüngeren Vergangenheit besser abgeschnitten. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um 49 % gestiegen, während Bitcoin im gleichen Zeitraum eine Rendite von 31 % erzielte. Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass JPMorgan sowohl Gold als auch Bitcoin als ‘Entwertungs-Trade’ bezeichnet hat, was darauf hindeutet, dass beide als Absicherung gegen Währungsabwertung betrachtet werden.
VanEcks langfristige Vision für Bitcoin basiert auf mehreren Kernannahmen, darunter die zunehmende Akzeptanz durch jüngere Verbraucher in Schwellenländern, die Lösung von Skalierungsproblemen durch Layer-2-Lösungen und ein stetiger Anstieg der institutionellen Akzeptanz. Bis 2050 könnte Bitcoin laut VanEck 10 % des internationalen Handels und 5 % des inländischen Handels abwickeln, was dazu führen könnte, dass Zentralbanken 2,5 % ihrer Vermögenswerte in Bitcoin halten.
Die Prognosen von VanEck stehen im Kontrast zu den kurzfristigen technischen Überlegungen. Historisch gesehen erreichten die letzten beiden Bitcoin-Zyklen ihre Höchststände zwischen 500 und 550 Tagen nach dem Halving-Ereignis. Seit dem letzten Halving im April 2024 sind 534 Tage vergangen, was Bedenken hinsichtlich einer möglichen Wiederholung der Geschichte aufwirft. Dennoch könnte die aktuelle Beteiligung institutioneller Investoren zu einer geringeren Volatilität führen und den Zyklus verlängern.
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