PEKING / LONDON (IT BOLTWISE) – Vor fast 25 Jahren trat China der Welthandelsorganisation bei, begleitet von großen Hoffnungen auf wirtschaftliche und politische Reformen. Doch die Realität sieht anders aus: Unter Xi Jinping hat sich das Land in eine zunehmend autokratische Richtung entwickelt, während staatseigene Unternehmen weiterhin dominieren und Korruption weit verbreitet bleibt.

Die Aufnahme Chinas in die Welthandelsorganisation im Jahr 2001 wurde von vielen als ein entscheidender Schritt in Richtung einer liberaleren und marktorientierten Wirtschaft angesehen. Die Hoffnung war, dass der Zugang zu internationalen Märkten und der Wettbewerb mit ausländischen Unternehmen eine aufstrebende Mittelschicht schaffen würde, die wiederum Druck auf politische Reformen ausüben könnte. Doch die Realität hat diese Erwartungen nicht erfüllt.
Unter der Führung von Xi Jinping hat sich China in den letzten Jahren in eine zunehmend autokratische Richtung entwickelt. Die staatseigenen Unternehmen, die einst als Relikte der Vergangenheit galten, sind nach wie vor ein zentraler Bestandteil der chinesischen Wirtschaft. Diese Unternehmen profitieren von staatlichen Subventionen und genießen oft Monopolstellungen, die es privaten Unternehmen schwer machen, Fuß zu fassen.
Ein weiteres Problem, das die wirtschaftliche Entwicklung Chinas belastet, ist die weit verbreitete Korruption. Trotz zahlreicher Anti-Korruptionskampagnen bleibt das Problem bestehen, was das Vertrauen in die wirtschaftlichen und politischen Institutionen des Landes untergräbt. Die erhoffte Transparenz und der Wettbewerb, die durch den internationalen Handel gefördert werden sollten, haben sich nicht in dem Maße entwickelt, wie es viele erwartet hatten.
Die Auswirkungen dieser Entwicklungen sind weitreichend. Während China weiterhin ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum verzeichnet, bleiben die strukturellen Probleme bestehen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet diese Entwicklungen mit wachsender Besorgnis, da Chinas wirtschaftliche und politische Entscheidungen zunehmend globale Auswirkungen haben. Die Frage bleibt, ob China den Weg zu einer offeneren und marktorientierten Wirtschaft einschlagen wird oder ob es weiterhin auf staatliche Kontrolle und Autokratie setzt.

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