HANNOVER (IT BOLTWISE) – Die Zeiten in denen hunderttausende Besucher übers Messegelände schlenderten und abends noch an den Messeständen Party gemacht wurde sind bereits seit Jahren vorbei. Big Data, Cloud Computing, maschinelles Lernen – auf der CeBIT dreht sich alles nur noch ums harte Geschäft und Geld verdienen. Das soll sich nun ändern. „Die Cebit muss cooler werden“, sagte Vorstand Oliver Frese. Zu einem „Festival für digitale Technologie“ soll sich die CeBIT-Messe in Hannover entwickeln, wenn es nach den Betreibern geht. Das Online Marketing Rockstars Festival der ramp106 GmbH hat ganz den Geschmack der “Deutsche Messe AG” als Ausrichter getroffen – diese will nun ähnliche Wege mit dem neuen Konzept gehen.


Die CeBIT-Messe teilt sich in drei klar definierte Bereiche auf
Das neue Konzept der CeBIT soll künftig nun drei große Bereiche abdecken. Die “Digitalisierung und ihre Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft” bleibt weiterhin Teil der Messe. „Disruptive Technologien, Forschung und Startups“ fasst das Unternehmen nun in einem Festival zusammen. Als dritten großen Teil will die CeBIT den Konferenzteil weiter stark ausbauen. Hochrangige Speaker und namhafte Persönlichkeiten aus der ganzen Welt sollen wieder jüngere und vor allem mehr Besucher locken. Also alles nach dem Vorbild des beliebten OMR-Festivals von Philipp Westermeyer und seinem Team aus Hamburg.

In letzter Zeit galt es als fraglich, ob die Telekom als Aussteller bei der CeBIT weiterhin anwesend sein wird. Insider der “Deutsche Messe AG” bestätigten die Vermutung, dass die Neuausrichtung der Messe mit den Diskussionen der Telekom AG und den Veranstaltern der CeBIT zusammenhängen könnte. Die Telekom AG zumindest empfindet die Veränderung der CeBIT als positiv. Die CeBIT stehe bereits seit dem Start im Jahr 1994 für Transformation und Disruption, erklärte Telekom-Vorstand Reinhard Clemens: „Deshalb ist es richtig und konsequent neue Wege zu gehen.“ Die künftige Teilnahme des Konzerns galt zuletzt vor allem beim letzten Messetermin als eher unwahrscheinlich. Gerüchte wurden aber von den Messe-Veranstaltern in Hannover offiziell zumindest nicht kommentiert.

Die Deutsche Messe AG verlegt die Messe zukünftig in den Sommer
Von Jahr zu Jahr verlor die CeBIT an Bedeutung. 800.000 Besucher lockte die Messe noch im Jahr 2000 zur Jahrtausendwende nach Hannover. In den Folgejahren kamen aber immer weniger Besucher, um neue Technologien zu begutachten – nicht zuletzt weil die Messe ihr Konzept mehrfach neu ausrichtete. Inzwischen machen auch immer mehr internationale Messen und Konferenzen der CeBIT Konkurrenz. Weltweite Beliebtheit fand etwa die “CES” in Las Vegas und der “Mobile World Congress” alljährlich im Februar in Barcelona. Und nicht zuletzt hat das deutsche Publikum die South by Southwest (SXSW) in Austin für sich entdeckt. Um nicht ganz der Konkurrenz verfallen zu sein, verlegt die CeBIT ihren jährlichen Termin auf Juni eines jeden Jahres – und das ab sofort.

Der nächste Messetermin findet also im Juni 2018 statt. “Datenbrillen für Virtual und Augmented Reality” für Labore und Fabriken sind Thema bei der nächsten Messe. Aber auch “Bagger, die ohne menschliches Zutun gefährliche Stoffe bergen.” oder “Drohnen und Roboter für den kommerziellen Einsatz” werden im Juni in Hannover heiß diskutiert werden. Vorträge über die Themen “Kann der Mensch eines Tages sein Gehirn an einen Computer anschließen” wie auch “Whistleblower Edward Snowden” werden in der Hoffnung einen aktuellen Nerv getroffen zu haben gut besucht sein, so der aktuelle Auszug der CeBIT-Veranstaltung.(cr/be)


Gary Vaynerchuk auf dem Online Marketing Rockstars Festival im Jahr 2017 (Foto: Pressematerial)
Gary Vaynerchuk auf dem Online Marketing Rockstars Festival im Jahr 2017 (Foto: Pressematerial)
    Quellenangaben, Einzelnachweise und Weblinks
  1. http://www.handelsblatt.com – Die CeBIT soll künftig cooler werden
  2. http://www.cyberpress.de – Cloud-Architekten der Telekom
  3. http://www.heise.de – Deutsche Messe verlegt die CeBIT in den Sommer

Larissa Bernhardt, 22.03.2017, New York


Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de


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