LATTAKIA / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Gewaltausbrüche in Syrien haben die tiefen Wunden des Bürgerkriegs erneut aufgerissen. Ein Angriff auf eine syrische Sicherheitsstreife durch Anhänger des gestürzten Führers Bashar Assad eskalierte in Kämpfe, die laut einem Kriegsbeobachter über vier Tage hinweg mehr als 1.000 Menschenleben forderten.

Die jüngste Eskalation der Gewalt in Syrien hat die ohnehin fragile Lage im Land weiter verschärft. Der Angriff, der in der Nähe der Hafenstadt Latakia stattfand, führte zu den schlimmsten Auseinandersetzungen seit dem Sturz von Bashar Assad im Dezember. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die überwiegend alawitische Küstenregion, die einst das Machtzentrum des Assad-Regimes war.
Die Alawiten, eine Minderheit innerhalb des mehrheitlich sunnitischen Syriens, waren lange Zeit die Stütze der Assad-Dynastie. Nach dem Sturz Assads kam es zu vermehrten Angriffen auf diese Gemeinschaft, was die Spannungen weiter anheizte. Die neue sunnitisch-islamistische Übergangsregierung unter Präsident Ahmad Al-Sharaa steht vor der Herausforderung, das Land zu stabilisieren und alle religiösen und ethnischen Gruppen einzubinden.
Die jüngsten Kämpfe wurden durch einen Hinterhalt von Assad-treuen Alawiten ausgelöst, die eine Sicherheitsstreife der Regierung angriffen und zeitweise die Kontrolle über Qardaha, Assads Heimatstadt, übernahmen. Die Regierungstruppen konnten die Region inzwischen wieder unter Kontrolle bringen, doch die Gewalt hat tiefe Spuren hinterlassen.
Die Opferzahlen sind erschreckend: Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden 745 Zivilisten getötet, die meisten von ihnen Alawiten. Zudem starben 125 Mitglieder der Regierungstruppen und 148 Assad-treue Kämpfer. Die Gewalt führte zu Strom- und Wasserausfällen in weiten Teilen um Latakia.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen in Syrien mit Sorge. Die USA und Europa zögern, die Sanktionen gegen das Land aufzuheben, solange keine inklusivere politische Ordnung etabliert ist. Präsident Al-Sharaa hat versprochen, die Verantwortlichen für die Massaker zur Rechenschaft zu ziehen und eine Untersuchungskommission eingesetzt.
Die Zukunft Syriens bleibt ungewiss. Die Übergangsregierung steht vor der Herausforderung, das Vertrauen der skeptischen Bevölkerung zu gewinnen und das Land wirtschaftlich wieder auf die Beine zu stellen. Die internationale Gemeinschaft fordert eine politische Lösung, die alle Bevölkerungsgruppen einbezieht, um einen erneuten Ausbruch der Gewalt zu verhindern.

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