MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) stellt die Werbebranche für pflanzliche Gesundheitsprodukte vor neue Herausforderungen. Mit der strikten Regulierung gesundheitsbezogener Aussagen für pflanzliche Inhaltsstoffe wie Safran und Ginkgo wird der Markt für Nahrungsergänzungsmittel erheblich beeinflusst.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, gesundheitsbezogene Aussagen für pflanzliche Inhaltsstoffe wie Safran und Ginkgo zu regulieren, hat weitreichende Auswirkungen auf die Branche der Nahrungsergänzungsmittel. Diese Entscheidung folgt auf den Fall der Hamburger Firma Novel Nutriology, die mit der stimmungsaufhellenden Wirkung ihrer Produkte warb. Der Verband Sozialer Wettbewerb sah hierin eine unrechtmäßige Gesundheitswerbung und brachte den Fall vor Gericht. Der EuGH entschied, dass solche Aussagen erst nach einer eingehenden Prüfung und Aufnahme in die offizielle EU-Liste zulässig sind. Dies stellt den boomenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel vor neue Herausforderungen. Die EU-Liste, die die Zulässigkeit von gesundheitsbezogenen Aussagen regelt, ist bisher unzureichend für sogenannte Botanicals definiert. Trotz zahlreicher Anträge auf Prüfung entsprechender Werbeaussagen wurden diese aufgrund fehlender Studien von der zuständigen Behörde abgelehnt. Die Bearbeitung solcher Aussagen wurde auf Eis gelegt, was letztendlich den aktuellen Rechtsstreit entfachte. Die Richter des EuGH betonten, dass Ausnahmen nur im Fall besonderer Regelungen möglich seien, was im gegenwärtigen Fall nicht zutrifft. Diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die Branche haben, da viele Unternehmen ihre Marketingstrategien überdenken müssen. Experten erwarten, dass die Nachfrage nach wissenschaftlichen Studien zur Untermauerung gesundheitsbezogener Aussagen steigen wird. Dies könnte zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen führen. Die Entscheidung des EuGH könnte auch Auswirkungen auf den internationalen Handel mit pflanzlichen Gesundheitsprodukten haben, da Unternehmen möglicherweise ihre Produkte an die strengen EU-Vorschriften anpassen müssen. Dies könnte die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf dem globalen Markt beeinflussen. Insgesamt zeigt die Entscheidung des EuGH, dass die Regulierung von gesundheitsbezogenen Aussagen für pflanzliche Inhaltsstoffe ein komplexes Thema ist, das sowohl rechtliche als auch wirtschaftliche Aspekte umfasst. Unternehmen müssen sich auf eine strengere Überwachung und mögliche Anpassungen ihrer Produktstrategien einstellen.

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EuGH-Urteil erschwert Werbung für pflanzliche Gesundheitsprodukte
EuGH-Urteil erschwert Werbung für pflanzliche Gesundheitsprodukte (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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