BRÜSSEL / LONDON (IT BOLTWISE) – ExxonMobil hat erneut seine Kritik an der Klimapolitik der Europäischen Union verschärft. Der US-Ölkonzern argumentiert, dass die aktuellen Klimagesetze der EU die Energiepreise in die Höhe treiben und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beeinträchtigen. Diese Debatte wirft Fragen zur Balance zwischen Umweltschutz und wirtschaftlicher Stabilität auf.

ExxonMobil hat seine Kritik an der Klimapolitik der Europäischen Union intensiviert und wirft der EU vor, durch überhastete Klimagesetze die Energiepreise in die Höhe zu treiben und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu schwächen. In seinem kürzlich veröffentlichten Global Outlook hebt der US-Ölkonzern hervor, dass der „high-regulation, high-cost“-Ansatz Europas die Industrieproduktion belastet und die öffentliche Unterstützung für die Energiewende erodieren lässt.
Besonders betroffen sind laut ExxonMobil die energieintensive Industrie und der Transportsektor, die unter den steigenden Kosten leiden. Das Unternehmen warnt, dass die Akzeptanz für niedrigere Emissionen schwinden könnte, wenn die Politik zu stark auf Tempo setzt, ohne die wirtschaftlichen Realitäten zu berücksichtigen. Chris Birdsall, Direktor der Ökonomiesparte von Exxon, betonte in einer Telefonkonferenz die Notwendigkeit eines klugen Vorgehens.
Die Kritik an Brüssel ist nicht neu. Bereits im vergangenen Monat hatte CEO Darren Woods gefordert, dass US-Präsident Donald Trump Handelsgespräche nutzen solle, um gegen europäische Richtlinien vorzugehen, die auch amerikanische Lieferketten stärker in die Pflicht nehmen. Exxon argumentiert, dass hohe Kosten für saubere Technologien kurzfristig nicht mit günstigeren Energiepreisen zu vereinbaren seien und der Übergang bis zu 30 Jahre dauern könnte.
Die Europäische Union hält dagegen, dass der Green Deal keine Bremse, sondern eine Chance sei, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu senken. Auch der ehemalige italienische Premier Mario Draghi sieht darin eine industriepolitische Gelegenheit. Umweltgruppen werfen ExxonMobil hingegen vor, den Strukturwandel bewusst auszubremsen. Mark van Baal von der Aktivisteninitiative Follow This betont, dass die Nachfrage nach Öl und Gas strukturell sinken wird, unabhängig von Klimagesetzen.

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