JERUSALEM / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Beziehungen zwischen israelischen Rüstungsunternehmen und den Philippinen haben sich merklich abgekühlt, was bei den betroffenen Unternehmen Besorgnis auslöst.

Die israelischen Rüstungsunternehmen stehen vor einer neuen Herausforderung: Die einst florierenden Beziehungen zu den Philippinen scheinen sich abzukühlen. Diese Entwicklung hat bei den Unternehmen Fragen aufgeworfen, insbesondere in Bezug auf die Unterstützung der israelischen Regierung für die philippinischen Souveränitätsansprüche im Südchinesischen Meer. Einige Führungskräfte vermuten, dass die Zurückhaltung der israelischen Regierung, diese Ansprüche zu unterstützen, zu der aktuellen Situation beigetragen hat.
Ein weiterer Faktor, der die Beziehungen belastet, ist die Priorisierung der Ausrüstungslieferungen an die israelischen Streitkräfte im Zuge des Gaza-Krieges. Diese Priorisierung erfolgt oft auf Kosten internationaler Kunden, was zu Unzufriedenheit bei den philippinischen Partnern geführt hat. Ein Brancheninsider berichtete, dass Wettbewerber bereits auf die Situation aufmerksam geworden sind und entsprechend handeln.
Die jüngste Beobachtung der Abkühlung erfolgte während der DSEI Japan Verteidigungsausstellung im Mai, bei der philippinische Vertreter verstärkt Interesse an japanischen Produkten zeigten. Dies ist besonders bemerkenswert, da die Philippinen nach den USA und Indien der drittgrößte Abnehmer israelischer Rüstungsgüter sind.
Die Intensivierung der Rüstungsimporte aus Israel fand während der Amtszeit von Rodrigo Duterte statt, der 2018 bei einem Besuch in Israel erklärte, dass er seine Militärs angewiesen habe, ausschließlich aus Israel zu kaufen. Zu den erworbenen Systemen gehören unter anderem die Spyder-Luftverteidigungssysteme von Rafael und die Sabrah 2 Leichtpanzer von Elbit.
Obwohl die israelischen Rüstungsunternehmen sich nicht öffentlich äußern wollten, bestätigte das israelische Außenministerium, dass das Problem bekannt sei und in Gesprächen mit Sicherheitsbehörden und der Rüstungsindustrie behandelt werde. Ein Sprecher des Ministeriums wies jedoch darauf hin, dass die Position Israels zu den Ansprüchen im Südchinesischen Meer nicht im Zentrum der Meinungsverschiedenheiten stehe.
Die philippinische Botschaft in Tel Aviv reagierte bis zum Redaktionsschluss nicht auf Anfragen. Diese Entwicklungen werfen Fragen über die zukünftige Ausrichtung der philippinischen Verteidigungspolitik auf und könnten langfristige Auswirkungen auf die israelische Rüstungsindustrie haben.

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