LONDON (IT BOLTWISE) – In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Künstliche Intelligenz (KI) immer mehr an Bedeutung gewinnt, wird der Schutz vor Deepfake-Betrug zu einer dringenden Notwendigkeit. Experten raten dazu, geheime Passwörter mit Freunden und Familie zu vereinbaren, um sich gegen KI-generierte Betrugsversuche zu wappnen.

Die Bedrohung durch Deepfakes, also täuschend echte Fälschungen von Audio- und Videoinhalten, nimmt in der digitalen Welt stetig zu. Cody Barrow, ehemaliger Berater der US-Regierung und CEO des Cybersicherheitsunternehmens Eclectic, betont die Notwendigkeit neuer Sicherheitsmaßnahmen, um sich gegen diese Form der Cyberkriminalität zu schützen. Er empfiehlt, geheime Passwörter mit nahestehenden Personen zu vereinbaren, um sicherzustellen, dass man es tatsächlich mit der richtigen Person zu tun hat und nicht mit einem KI-generierten Betrüger.
Barrow erklärt, dass er selbst mit seiner Frau ein solches Passwort vereinbart hat, um im Falle eines verdächtigen Videoanrufs oder einer Nachricht die Identität des Gegenübers verifizieren zu können. Diese Maßnahme sei besonders wichtig, da die Technologie zur Erstellung von Deepfakes immer zugänglicher wird und somit auch nicht-englischsprachigen Bedrohungsakteuren Tür und Tor öffnet.
Die zunehmende Anzahl an Datenlecks, wie zuletzt bei großen Unternehmen wie M&S und der Coop, unterstreicht die Dringlichkeit solcher Maßnahmen. M&S musste nach einem Cyberangriff, der durch einen menschlichen Fehler ermöglicht wurde, den Online-Verkauf aussetzen, was dem Unternehmen wöchentlich Verluste in Millionenhöhe einbrachte. Barrow warnt, dass die meisten Menschen mit einer Online-Präsenz irgendwann von einem Datenleck betroffen sein könnten.
Besonders gefährdet sind laut Barrow ältere Menschen und Personen mit geringen Computerkenntnissen. Für sie könnten persönliche Passwörter eine einfache und effektive Sicherheitsmaßnahme darstellen. Die Gefahr, dass persönliche Daten in falsche Hände geraten und für betrügerische Zwecke genutzt werden, ist real und wächst mit der Verbreitung von KI-gestützten Technologien.
Die jüngsten Vorfälle zeigen, dass selbst etablierte Sicherheitsmaßnahmen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Cyberkriminellen ausgenutzt werden können. Barrow betont, dass viele Menschen mittlerweile an die Eingabe von Authentifizierungscodes gewöhnt sind, was es Betrügern erleichtert, diese Routine zu missbrauchen und realistisch wirkende Betrugsversuche zu starten.
In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und digitaler Fälschung zunehmend verschwimmen, ist es entscheidend, sich proaktiv zu schützen. Die Einführung geheimer Passwörter könnte ein einfacher, aber effektiver Schritt sein, um sich gegen die Bedrohungen der digitalen Welt zu wappnen.

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