HAMILTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie der McMaster University in Kanada stellt die bisherige Meinung über den Konsum von rotem Fleisch in Frage. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass rotes Fleisch das Risiko für Krebs erhöht, zeigt die Untersuchung, dass es möglicherweise sogar einen schützenden Effekt hat.

Eine neue Studie der McMaster University in Kanada sorgt für Aufsehen, indem sie die bisherige Meinung über den Konsum von rotem Fleisch in Frage stellt. Die Forscher analysierten Daten von fast 16.000 Erwachsenen aus der National Health and Nutrition Examination Survey (NHAMES III) und fanden heraus, dass ein höherer Konsum von tierischen Proteinen, einschließlich rotem Fleisch, mit einem um fünf Prozent geringeren Risiko verbunden ist, an Krebs zu sterben. Diese Ergebnisse widersprechen früheren Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von tierischen Proteinen und einem erhöhten Sterberisiko nahelegten.
Die Studie, die in der Fachzeitschrift Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism veröffentlicht wurde, zeigt, dass der Konsum von tierischen Proteinen wie Rindfleisch, Schweinefleisch, Lamm, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten, Eiern und Milchprodukten keinen Anstieg des Sterberisikos zur Folge hat. Im Gegensatz dazu brachte eine proteinreiche Ernährung auf pflanzlicher Basis keine zusätzlichen Vorteile in Bezug auf die Reduzierung von Krebstodesfällen. Die Forscher betonen jedoch, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die keine kausalen Zusammenhänge beweisen kann.
Stuart Phillips, Professor und Leiter der Abteilung für Kinesiologie an der McMaster University, erklärte, dass die Ergebnisse zeigen, dass der Verzehr von tierischen Proteinen einen kleinen Vorteil bietet. Die Studie verwendete fortschrittliche statistische Methoden, um die langfristigen Auswirkungen von tierischen im Vergleich zu pflanzlichen Proteinen zu schätzen. Trotz der Finanzierung durch die National Cattlemen’s Beef Association betonten die Forscher, dass die Organisation nicht in das Studiendesign oder die Analyse involviert war.
Die Diskussion über die gesundheitlichen Auswirkungen von rotem Fleisch ist nicht neu. Bereits in den 1970er und 1980er Jahren wurde der Konsum von rotem Fleisch aufgrund seines hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren, die den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen können, kritisch betrachtet. Neuere Studien haben sich auch mit dem Zusammenhang zwischen verarbeitetem Fleisch und Darmkrebs befasst. Während rotes Fleisch wie Rind, Schwein und Lamm nicht verarbeitet ist, gehören zu den verarbeiteten Fleischsorten Produkte wie Speck, Schinken und Würstchen, die Konservierungsstoffe enthalten.

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