LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie zeigt, dass nicht nur der Blickkontakt selbst, sondern auch die Abfolge der Augenbewegungen eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie wir soziale Signale interpretieren, selbst bei Robotern.

In der modernen Welt, in der Technologie zunehmend in unseren Alltag integriert wird, ist das Verständnis der non-verbalen Kommunikation von entscheidender Bedeutung. Eine aktuelle Studie der Flinders University hat herausgefunden, dass die Abfolge von Augenbewegungen, insbesondere der Wechsel zwischen Blickkontakt und dem Blick auf ein Objekt, eine zentrale Rolle bei der Interpretation sozialer Signale spielt. Diese Erkenntnisse sind nicht nur für die Interaktion zwischen Menschen relevant, sondern auch für die Kommunikation mit Robotern und virtuellen Assistenten. Die Forscher um Dr. Nathan Caruana vom HAVIC Lab stellten fest, dass die effektivste Methode, um Hilfe zu signalisieren, darin besteht, zuerst ein Objekt anzusehen, dann Blickkontakt herzustellen und schließlich wieder auf das Objekt zu schauen. Diese Abfolge löste bei den Teilnehmern der Studie die gleiche Reaktion aus, unabhängig davon, ob sie mit einem Menschen oder einem Roboter interagierten. Diese Ergebnisse unterstreichen, wie stark Menschen auf den Kontext von Blickverhalten eingestellt sind. Die Implikationen dieser Forschung sind weitreichend. Sie könnten dazu beitragen, soziale Roboter und virtuelle Assistenten zu verbessern, die in Schulen, Arbeitsplätzen und Haushalten immer häufiger anzutreffen sind. Darüber hinaus könnten die Erkenntnisse auch in der Kommunikationstraining für Menschen, die stark auf non-verbale Hinweise angewiesen sind, wie etwa Gehörlose oder Autisten, von Nutzen sein. Die Studie hebt hervor, dass der menschliche Verstand darauf programmiert ist, soziale Informationen zu sehen und darauf zu reagieren, und dass Menschen in der Lage sind, effektiv mit Robotern und virtuellen Agenten zu kommunizieren, wenn diese die non-verbalen Gesten zeigen, die wir aus unseren täglichen Interaktionen mit anderen Menschen gewohnt sind. Die Forscher planen, ihre Untersuchungen zu erweitern, um weitere Faktoren zu erforschen, die unsere Interpretation von Blicken beeinflussen, wie etwa die Dauer des Blickkontakts, wiederholte Blicke und unsere Überzeugungen darüber, mit wem oder was wir interagieren (Mensch, KI oder computerkontrolliert). Diese subtilen Signale sind die Bausteine sozialer Verbindungen. Durch ein besseres Verständnis dieser Signale können Technologien und Trainings entwickelt werden, die Menschen helfen, klarer und selbstbewusster zu kommunizieren.

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