MOUNTAIN VIEW (IT BOLTWISE) – Sicherheitsforscher von Check Point haben eine große Adware-Kampagne aufgedeckt. 206 Apps sind betroffen, die zusammen 147 Millionen Downloads hatten. Google hat die Apps schon aus dem Store entfernt, doch die installierten Programme treiben weiterhin ihr Unwesen.


Wie Check Point berichtet, bringen hauptsächlich Spiele die Adware „SimBad“ mit, darunter einige mit mehreren Millionen Downloads. Diese Liste nennt die betroffenen Apps.

Die eigenen Sicherheitsscanner von Google haben die Adware nicht erkannt. Das erfolgte möglicherweise deswegen nicht, weil die Adware erst nach der Installation der App nachgeladen wird. Nach der Installation lässt die App ihr Icon verschwinden, sodass der Benutzer keine einfache Möglichkeit hat, das Programm zu deinstallieren. Die Malware lädt immer wieder Werbung auf das Smartphone herunter und ruft mit dem Browser Webseiten auf, an deren Werbung die Entwickler verdienen.

Laut Check Point haben die Entwickler ein SDK verwendet, dass dafür bekannt ist, mehr Anzeigen als üblich in die damit entwickelten Apps einzuspeisen und somit Umsatz und Gewinn zu steigern. Die Quelle der Adware war demnach in den verwendeten Komponenten verankert und wurde ohne Wissen der Entwickler der betroffenen Apps aktiviert.


Die Adware „SimBad“ ist am häufigsten in Simulationsspielen enthalten.
Die Adware „SimBad“ ist am häufigsten in Simulationsspielen enthalten. (Bild: Pixabay)



Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de


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