MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Nach dem jüngsten Hack bei Bybit, bei dem Kryptowährungen im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar gestohlen wurden, steht der Entwickler Safe in der Kritik. Der Vorfall hat die Sicherheitslücken in der Krypto-Branche erneut ins Rampenlicht gerückt.

Der jüngste Hack bei Bybit, einem der führenden Krypto-Handelsplattformen, hat die Sicherheitslücken in der Branche erneut ins Rampenlicht gerückt. Safe, der Entwickler des SafeWallet-Multisignaturprodukts, das von Bybit genutzt wird, hat ein kurzes Post-Mortem-Update veröffentlicht, das die Ursache des Hacks erklärt: ein kompromittierter Entwicklerrechner. Diese Ankündigung hat zu einer kritischen Reaktion von Changpeng Zhao, dem Mitbegründer von Binance, geführt.
Safe erklärte, dass die forensische Untersuchung des Hacks keine Schwachstellen in den Safe-Smart-Contracts oder im Code des Frontend-Portals und der Dienste gefunden habe, die für den Vorfall verantwortlich gemacht werden könnten. Martin Köppelmann, Mitbegründer des Gnosis-Blockchain-Netzwerks, das Safe entwickelt hat, stellte fest, dass der kompromittierte Rechner so modifiziert wurde, dass er gezielt die Bybit-Safe angriff und die Transaktionen auf eine andere Hardware-Wallet umleitete.
Changpeng Zhao äußerte sich kritisch zu dem Update von Safe und forderte Klarheit über die kompromittierten Entwicklerrechner, die Art und Weise, wie die Hacker mehrere Signaturen zur Unterzeichnung der Transaktion verleiten konnten, und warum die Hacker keine anderen Adressen ins Visier nahmen. Zhao betonte, dass die vage Sprache des Updates die Probleme eher verschleiere als aufkläre.
Eine forensische Untersuchung durch Sygnia und Verichains ergab, dass die Anmeldedaten eines Safe-Entwicklers kompromittiert wurden, was dem Angreifer unbefugten Zugang zur SafeWallet-Infrastruktur verschaffte und die Signierer vollständig täuschte, sodass sie eine bösartige Transaktion genehmigten. Diese Erkenntnisse werfen ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit strengerer Sicherheitsmaßnahmen in der Krypto-Branche.
Der berüchtigte Lazarus-Gruppe wird die Verantwortung für den Hack zugeschrieben. On-Chain-Daten zeigen, dass die Gruppe 45.900 Ether, im Wert von etwa 113 Millionen US-Dollar, innerhalb von 24 Stunden transferiert hat. Analysten gehen davon aus, dass die Gruppe die gestohlenen Gelder innerhalb von 8 bis 10 Tagen vollständig gewaschen haben wird.
Bybit und das Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic haben die gestohlenen Kryptowährungen zu über 11.000 Wallets zurückverfolgt, die von der Lazarus-Gruppe kontrolliert werden. Elliptic hat zudem einen Datenfeed von Adressen veröffentlicht, die mit der Hackergruppe in Verbindung stehen, um Marktteilnehmer zu warnen und Geldwäsche zu verhindern.

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