BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die geplante Reduzierung der Fangquoten für Hering und Dorsch in der Ostsee durch die EU-Kommission sorgt für Unruhe unter deutschen Fischern. Besonders die Küstenfischerei sieht sich in ihrer Existenz bedroht, da viele Familienbetriebe direkt vom Verkauf ihrer Fänge leben. Die Bundesregierung bemüht sich um einen fairen Kompromiss auf EU-Ebene.

Die EU-Kommission plant, die Fangquoten für Hering und Dorsch in der Ostsee weiter zu reduzieren, was bei deutschen Fischern für erhebliche Besorgnis sorgt. Diese Maßnahmen könnten die Existenz vieler kleiner Familienbetriebe gefährden, die stark von der traditionellen Küstenfischerei abhängig sind. Peter Breckling, Generalsekretär des Deutschen Fischerei-Verbands, kritisiert die Pläne scharf und fordert faire Kompromisse, um die Lebensgrundlage dieser Fischer zu sichern.
Besonders betroffen ist die Küstenfischerei, bei der Heringe in Küstennähe mit Stellnetzen gefangen werden. Diese Methode ist für viele Familienbetriebe überlebenswichtig, da sie direkt vom Verkauf ihrer Fänge am Kai leben. Die geplante Abschaffung der Ausnahmeregelung ab 2026 wird von vielen Fischern als existenzbedrohend angesehen.
Das Quotensystem sieht vor, dass der Dorschfang in der westlichen Ostsee im kommenden Jahr auf nur noch 42 Tonnen begrenzt wird, was einem Rückgang von 84 Prozent entspricht. Auch die Heringsfangquote soll auf 394 Tonnen halbiert werden. Breckling bezeichnet diese Reduzierungen als unsinnig, da sie keinen signifikanten Einfluss auf die Erholung der Bestände haben können. Zudem wird der Anstieg der Plattfischbestände, insbesondere der Scholle, nicht durch eine Erhöhung der Fangmenge gewürdigt.
Die endgültige Entscheidung über die Fangmengen liegt bei den EU-Staaten. Die Agrarministerien werden im Oktober über die Vorschläge beraten, wobei sie nicht zwingend den wissenschaftlichen Empfehlungen folgen müssen. Oftmals werden Fangmengen beschlossen, die über den vorliegenden Empfehlungen liegen. Die Bundesregierung setzt sich bereits auf EU-Ebene für weitere Fangmöglichkeiten für deutsche Fischer ein und betont die Notwendigkeit eines guten und fairen Kompromisses.

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