MOUNTAIN VIEW (IT BOLTWISE) – Mehrere bedeutende Technologie-Unternehmen in den USA haben ihre geschäftlichen Beziehungen zu Huawei beendet. Grund ist eine Entscheidung des US-Handelsministeriums, Geschäfte mit dem chinesischen Telekommunikationsriesen genehmigungspflichtig zu machen. Für Huawei brechen schwere Zeiten an.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Handelsministerium entschieden, Huawei und 70 verbundene Unternehmen auf die sogenannte „Entity“-Liste zu setzen, die Geschäfte genehmigungspflichtig macht. Kurz darauf verkündete Google, die Zusammenarbeit mit Huawei bei Android zu beenden. „Wir halten uns an die Anweisung und untersuchen die Konsequenzen“, so ein Sprecher von Google.

Das bedeutet konkret, dass Huawei das aktuelle Android nicht direkt von Google bekommt. Es kann die Open-Source-Version von Android verwenden, hat also weiterhin ein Betriebssystem für seine Smartphones. Bei dieser Version fehlen allerdings die eigenen Apps von Google, etwa Clients für Gmail, YouTube und insbesondere den Play Store. Für den chinesischen Markt ist das weniger problematisch. Denn dort sind diese Services ohnehin gesperrt. Beim Export seiner Smartphones hat Huawei nun allerdings das Problem, über kein komplettes Android zu verfügen.

Noch größer könnten die Auswirkungen des beginnenden Lieferstopps durch Chiphersteller in den USA werden. Laut einem Bericht von Bloomberg beenden wichtige Halbleiterhersteller wie Intel, Qualcomm, Xilinx und Broadcom ihre Lieferungen an Huawei. Hinzu kommt, dass Huawei bei der Software für Chipdesign von Cadence und Synopsys abhängig ist. Diese Lücken dürften schwer zu schließen sein.

Schon verkaufte Smartphones von Huawei können weiterhin Android komplett nutzen.
Schon verkaufte Smartphones von Huawei können weiterhin Android komplett nutzen. (Bild: Huawei)




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