MOUNTAIN VIEW / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein massiver Cyberangriff auf Google hat die Daten von 2,5 Milliarden Gmail-Nutzern gefährdet. Die Hacker-Gruppe ShinyHunters nutzte Social-Engineering-Techniken, um Kontaktinformationen zu erbeuten. Google warnt nun vor möglichen Folgeangriffen und empfiehlt Sicherheitsmaßnahmen.

Die jüngsten Ereignisse rund um den Cyberangriff auf Google zeigen erneut, wie verwundbar selbst die größten Technologiekonzerne gegenüber gezielten Attacken sind. Die Hacker-Gruppe ShinyHunters, bekannt für ihre spektakulären Datenlecks, hat es geschafft, durch einen Social-Engineering-Angriff auf eine Salesforce-Instanz Kontaktinformationen von Google-Kunden zu erbeuten. Diese Informationen könnten nun für weitere Angriffe genutzt werden, was 2,5 Milliarden Gmail-Nutzer in Alarmbereitschaft versetzt.
Der Angriff, der sich bereits Anfang Juni 2025 ereignete, wurde von Googles hauseigener Threat Intelligence Group untersucht. Diese bestätigte, dass die Angreifer erfolgreich auf verschiedene Salesforce-Instanzen zugreifen konnten, darunter auch eine, die Kontaktinformationen von Geschäftskunden enthielt. Die betroffenen Nutzer wurden am 8. August per E-Mail über den Vorfall informiert und vor einem erhöhten Risiko gewarnt.
ShinyHunters, eine Gruppe, die sich nach dem Pokémon-Franchise benannt hat, ist seit ihrer Gründung im Jahr 2020 für zahlreiche Datenlecks verantwortlich. Ihre Angriffe sind nicht nur auf Google beschränkt; auch Unternehmen wie AT&T und die Santander Bank wurden bereits Opfer ihrer Machenschaften. Die Gruppe nutzt vor allem Social-Engineering-Techniken wie Voice-Phishing, um an sensible Daten zu gelangen.
Google hat in einem Blogbeitrag vor einer möglichen Eskalation der Angriffsmethoden gewarnt. Es besteht die Gefahr, dass die Hacker eine Datenleak-Website einrichten, um den Druck auf die Opfer zu erhöhen. Diese Taktik wird bereits von anderen Ransomware-Gruppen erfolgreich eingesetzt, um Unternehmen zur Zahlung von Lösegeldern zu zwingen. Google empfiehlt allen Nutzern dringend, ihre Passwörter zu aktualisieren und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.
Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, nicht nur auf technische Sicherheitsmaßnahmen zu setzen, sondern auch die menschliche Komponente in der Sicherheitskette zu stärken. Hacker-Gruppen wie ShinyHunters nutzen gezielt die Schwächen im menschlichen Verhalten aus, um an ihre Ziele zu gelangen. Es bleibt abzuwarten, wie Google und andere betroffene Unternehmen auf diese Bedrohung reagieren werden und welche Maßnahmen sie ergreifen, um zukünftige Angriffe zu verhindern.


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