BERN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Schweizer Wirtschaft zeigt im zweiten Quartal nur ein geringes Wachstum von 0,1 Prozent, was auf die Auswirkungen der US-Zollpolitik zurückzuführen ist. Die Exporte und die industrielle Wertschöpfung sind rückläufig, während der Dienstleistungssektor stabil bleibt. Analysten hatten diese Entwicklung erwartet, doch die Prognosen für die kommenden Jahre wurden deutlich gesenkt.

Die Schweizer Wirtschaft steht vor einer herausfordernden Phase, da das Wachstum im zweiten Quartal 2023 lediglich 0,1 Prozent betrug. Diese Entwicklung entspricht den Erwartungen der Analysten und wurde vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bestätigt. Im Vergleich zum ersten Quartal, das ein revidiertes Wachstum von 0,4 Prozent verzeichnete, zeigt sich eine deutliche Abschwächung.
Besonders betroffen sind die industrielle Wertschöpfung und die Exporte, die sich rückläufig entwickelten. Im Gegensatz dazu konnte der Dienstleistungssektor ein breit abgestütztes Wachstum verzeichnen. Diese Zahlen sind um die Effekte von Sportgroßereignissen bereinigt, die das Bruttoinlandprodukt (BIP) durch Lizenzeinnahmen verzerren könnten.
Ein wesentlicher Faktor für das schwache Wachstum ist die Zollpolitik der USA unter Präsident Donald Trump. Seit April 2023 erhebt die US-Regierung auf die meisten Importgüter Basiszölle von 10 Prozent, die für die Schweiz im August sogar auf 39 Prozent erhöht wurden. Diese Maßnahmen belasten die Schweizer Exporte erheblich und dämpfen die wirtschaftliche Dynamik.
Vor diesem Hintergrund hat das Seco seine BIP-Prognosen für die kommenden Jahre nach unten korrigiert. Für das Jahr 2026 wird nun ein Wachstum von nur noch 0,8 Prozent erwartet, nachdem zuvor 1,2 Prozent prognostiziert wurden. Auch für das laufende Jahr wurde die Wachstumsprognose leicht von 1,3 auf 1,2 Prozent gesenkt.
Die Auswirkungen der US-Zölle auf die Schweizer Wirtschaft sind vielschichtig. Während einige Branchen wie der Dienstleistungssektor stabil bleiben, stehen exportorientierte Industrien vor großen Herausforderungen. Die Unsicherheit über die zukünftige Handelspolitik der USA trägt zusätzlich zur Zurückhaltung bei Investitionen bei.
Experten warnen, dass die anhaltenden Handelskonflikte und die protektionistische Politik der USA langfristige Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben könnten. Für die Schweiz bedeutet dies, dass alternative Märkte und Handelsbeziehungen verstärkt in den Fokus rücken müssen, um die Abhängigkeit von den USA zu reduzieren.
Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Lage in der Schweiz angespannt. Die Regierung und die Unternehmen sind gefordert, Strategien zu entwickeln, um den Herausforderungen der internationalen Handelspolitik zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft zu sichern.

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